Vorerst 63 Stadionverbote bei Rapid - Tendenz steigend
Der SK Rapid hat nach dem Skandalderby gegen die Austria am 22. Mai erste Stadionverbote ausgesprochen.

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Vorläufig 63 Personen wird ab Sonntag der Zutritt zum Hanappi-Stadion verwehrt bleiben - Tendenz steigend. Die Identifikation der "Platzstürmer" ist laut Auskunft des Fußball-Rekordmeisters noch nicht abgeschlossen. In den kommenden drei bis vier Wochen könnte sich die Anzahl der Verbote auf bis zu 80 Personen steigern. Fünf bundesweite Stadionverbote hatte Rapid bis dato ausgeschrieben. Diese "black list" wurde nun um ein Vielfaches erweitert, nachdem der Senat 3 der Bundesliga von der Exekutive die Liste jener Namen übermittelt bekommen hatte, die nach dem Platzsturm während des schließlich abgebrochenen 297. Wiener Derbys identifiziert worden waren. Die Abos der Betroffenen werden umgehend zurückbeordert.
Mit dem groß angelegten Saubermachen darf jedoch nicht gerechnet werden. Schließlich hatten im "Derby der Schande" Hunderte, teils vermummte Krawallmacher das Spielfeld gestürmt. Getroffen hat es aber vor allem die Rädelsführer. Rapid-Präsident Rudolf Edlinger hatte eine Zahl zwischen 70 und 100 Personen bereits angekündigt, dies sollte nun auch eintreffen. "Eine Zahl von 200 Personen, so etwas wird nicht eintreten. Fans, die in Flip-Flops nur kurz über den Zaun gesprungen und dann gleich wieder zurück sind, sind für uns keine Hausverbote", meinte Rapids Club-Serviceleiter Andreas Marek. Er rechnet, dass die Identifikation in vier Wochen abgeschlossen sein wird.
In Kraft treten werden die Stadionverbote ab kommendem Sonntag (17.30 Uhr), wenn Rapid den deutschen Bundesligisten 1899 Hoffenheim zu einem Testspiel zu Gast im Hanappi-Stadion hat. Gespannt darf man dabei auf die Reaktion der Hütteldorfer Fans sein. Diese haben in Internet-Foren ein "Stimmungsverbot" angekündigt. Ob dieses auch in den Liga-Heimspielen zur Anwendung kommt, war unklar. "Ich habe es so verstanden, dass dies nur die Vorbereitung trifft. Wenn es in der Meisterschaft so weitergeht, ist es schade und ich würde es seltsam finden. Hier ist schließlich eine neue Mannschaft am Werk", meinte Trainer Peter Schöttel. In einem Fanclubtreffen am kommenden Montag sollen etwaige Diskrepanzen aus dem Weg geräumt werden, Dienstagabend erfolgt dann die grün-weiße Mitgliederversammlung.
Gänzlich ohne Stimmung von den Rängen geht bekanntlich der erste Heimauftritt gegen Aufsteiger Admira in Szene. Wobei man sich bei Rapid über das Einlenken der Liga, die die Stadionsperre am Donnerstag von zwei auf ein Spiel reduziert hatte, erfreut zeigte. "Das ist eine sehr gute Nachricht für die Mannschaft und mich", sagte Schöttel. Erfreulich war für Grün-Weiß auch, dass der allgemeine Zuspruch der Fans weiter groß bleibt. Bis Freitag waren über 7.300 Abos für die neue Saison verkauft. "Wir sind auf Rekordkurs und werden die 10.600 erreichen", kündigte Marek an. Am Samstag wartet auf die Rapid-Anhänger mit dem Tag der offenen Tür ein besonderes Schmankerl: Ab 14.00 Uhr ist das Hanappi-Stadion geöffnet, geboten wird im Programm auch die offizielle Präsentation der neuen Mannschaft.




















