Pressestimmen zur Wiederwahl von FIFA-Chef Joseph Blatter
Schweizer Joseph Blatter bleibt vier weitere Jahre Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA - Korruptionsvorwürfen und Skandalen zum Trotz.

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SPANIEN:
"El Pais": "Blatter erringt einen Kantersieg über England und bekommt 92 Prozent der Stimmen."
"El Mundo": "Viel Lärm und viele Stimmen für Blatter: Der Schweizer weicht den Korruptionsvorwürfen aus und wird mit haushoher Mehrheit wiedergewählt."
"Marca": "Blatter hat sich durchgesetzt und wird das größte Imperium des Sports weitere vier Jahre regieren. England erlebt mit dem Versuch, die Wahl aufzuschieben, einen glatten Reinfall."
"As": "Blatter bleibt im Amt, aber irgendetwas riecht faulig bei der FIFA."
"Sport": "Zum Lachen: Blatter gewinnt eine Wahl, bei der es keinen Gegenkandidaten gibt und die einer Pantomime gleicht."
ITALIEN:
"La Gazzetta dello Sport": "Fußball ist mittlerweile ein Sport mit elf Spielern und am Ende gewinnt immer Blatter."
DÄNEMARK:
"Jyllands-Posten": "Man stecke in keiner Krise, hat der wiedergewählte mächtige FIFA-Präsident Sepp Blatter erklärt. Das erinnert an den berühmten irakischen Informationsminister, als er versicherte, die Amerikaner seien nicht in Bagdad. Die FIFA steckt seit langem in der Krise und wird es auch bleiben. (...) Dass Blatter mit seiner Beschönigung der absurden Zustände in der FIFA durchkommt, liegt daran, dass man dieselbe Geschichte schon so oft gehört hat. (...) Wie lange noch wollen sich große Fußballnationen wie England und Deutschland nach Demütigungen bei der Zuteilung von großen Turnieren damit abfinden, dass sie etwa so viel Einfluss haben wie Benin und Cook Island?"
TSCHECHIEN:
"Hospodarske Noviny": "Die Gegenstimmen der 17 glorreichen Männer können eine Welle auslösen, die früher oder später das von Blatter kontrollierte und perfektionierte System, das den Weltfußball vernichtet, zum Einsturz bringt. Neben Deutschland haben die Gegner auch schon die großen Sponsoren wie Adidas, Visa oder Emirates auf ihrer Seite. Diese global tätigen Firmen spüren, dass sie ihre Namen nicht mit einer himmelschreienden Schande verbinden sollten. Die Zeit läuft ab: Weitere vier ganze Jahre unter Präsident Blatter - auch wenn es die letzten sind - darf sich der Fußball nicht leisten."
FRANKREICH:
"Le Parisien": "FIFA-Wahlen: Blatter wie geplant!"
"Le Figaro": "Blatter in einem schädlichen Klima als FIFA-Präsident wiedergewählt."
DEUTSCHLAND:
"Bild": "Blatter bleibt FIFA-Boss. Überwältigende Mehrheit trotz Korruptionsvorwürfen. Die Schlammschlacht der letzten Tage um den wohl mächtigsten Sportposten der Welt hat Blatter erstmal unbeschadet überstanden. Ob die FIFA die dringend notwendige Selbstreinigung vollziehen kann - fraglich."
"Express": "Blatters schmutziger Sieg. Skandal-Präsident plant WM-Vergabe-Revolution. Zwar erhielt der FIFA-Präsident 186 von 203 Stimmen für seine Wiederwahl, doch der Erfolg des Schweizers hat einen mehr als faden Beigeschmack. Blatters Imperium geriet zwar mächtig ins Wanken, es fiel aber noch nicht."
"Mitteldeutsche Zeitung": "Wenigstens war es keine feierliche Krönungsmesse. Fußball-Sonnengott Joseph S. Blatter bleibt Weltverbands-Präsident. Wie erwartet. Schließlich gab es keinen Gegenkandidaten. Die FIFA hat sich trotzdem keinen Gefallen getan, den Mann mit Paten-Image erneut zu küren. Der größte Sportverband der Welt wirkt wie eine von Unmoral durchsetzte Monarchie - wegen Blatter. Deshalb fehlt das Vertrauen der Fußball-Basis.
ENGLAND:
"The Sun": "Ein solches Ergebnis würde man in einer Ein-Kandidat-Wahl in einem kommunistischen Staat oder einer Bananenrepublik erwarten (...) Sepp Blatter sah gestern aus und klang wie ein irrer Despot. Und der aberwitzige Wahlzettel mit nur seinem Namen darauf sagte alles, was man über die FIFA wissen muss - sein hoffnungslos verlorener Machtbereich."
"The Times": "Die FIFA muss reformiert werden, und ihr Präsident muss unter Kontrolle gebracht werden. (...) Die FA braucht ihre neu gefundenen Verbündeten jetzt mehr denn je. Wer auch immer diese sein mögen, (...) sie müssen eine Reform aus dem Inneren heraus versuchen. Das bedeutet, dass sie ihren Weg in die Komitees erkämpfen, ihre Aufräum-Agenda durchbringen und FIFA's schlechte, alte Gewohnheiten überwinden müssen."
"The Daily Mail": "Das ekelhafteste Ergebnis von allen. Blatter war der einzige Kandidat in einer lachhaften Wahl."
SCHWEIZ:
"20minuten": "Ganz einfach der mächtigste Schweizer. FIFA-Präsident Sepp Blatter beherrscht die Machtpolitik wie kein anderer und ist deshalb der Machiavelli des 21. Jahrhunderts."
"Blick": "Kann Blatter das sinkende Schiff retten? (...) Der König ist tot, so schien es. Es lebe der König, so ist es! Fast schon nach alter Politbüro-Schule ist Sepp Blatter in seinem Amt bestätigt worden. (...) Blatter ist immer für eine Überraschung gut. Er will 2015 unter allen Umständen nicht als Präsident mit diesem katastrophalen Negativ-Image abtreten. Die aktuelle Ausgangslage spielt ihm in die Hand."
TÜRKEI:
"Sabah": Befleckter Präsident Blatter. Nachdem der Korruptionsskandal die FIFA erschüttert und bin Hammam sich zurückgezogen hat, wurde Sepp Blatter für eine vierte Amtszeit gewählt. Er war der einzige Kandidat und versprach Reformen."
PORTUGAL:
"Público": "Die Wiederwahl des Schweizers Joseph Blatter für eine weitere vierjährige Amtszeit hat die Erwartungen der schärfsten Kritiker nicht erfüllt. Blatter schlägt jetzt Veränderungen vor, um die Proteste zu besänftigen. Aber das Problem wird nicht mit einer oder zwei Neuerungen zu lösen sein. Das Übel der FIFA liegt an den Einflussnetzen, die Blatter seit dem Beginn seiner Arbeit im Jahre 1975 gespannt hat und die weiterhin die Vetternwirtschaft und das Fehlen von Transparenz nähren."
RUSSLAND:
"Kommersant": "Sepp Blatter spielt den Demokraten. Um bei der Wahl zum FIFA-Präsidenten zu gewinnen, versprach er Reformen."
POLEN:
"Rzeczpospolita": "Blatter siegt durch Knockout. Er wurde zum vierten Mal zum FIFA-Chef gewählt. Die Zahl seiner Kritiker wächst aber."












