Moniz: "Bin sehr froh, dass wir noch dran sind"
Wenige Sekunden mehr, und eine erfolgreiche Titelverteidigung wäre in weite Ferne gerückt. Dank Wallners Elfertor in der 95. Minute dürfen die Bullen doch noch hoffen.

Foto © APADie Bullen bleiben im Titelrennen
Meister Red Bull Salzburg ist am Sonntag mit einigem Glück im Titelrennen der Fußball-Bundesliga geblieben. Dank eines Elfmetertors von Roman Wallner zum 1:0 in Mattersburg liegen die Salzburger weiterhin nur einen Punkt hinter Tabellenführer Sturm Graz.
Sturm hat es aber weiter selbst in der Hand, den ersten Meistertitel seit 1999 zu holen. Salzburg muss auf einen Umfaller der Grazer in Wr. Neustadt oder zum Abschluss zu Hause gegen Wacker Innsbruck hoffen. Dazu dürften sechs Punkte aus den beiden ausständigen Spielen zu Hause gegen Ried und bei der Wiener Austria Pflicht sein. Die Austria, die sich mit zwei Punkten Rückstand ebenfalls noch Titelhoffnungen macht, hat kommendes Wochenende mit dem Derby gegen Rapid die der Papierform nach schwierigste Aufgabe vor sich.
Moniz: "Kann alles passieren"
"Nächste Woche kann alles passieren. Ich habe großen Respekt für unsere Konkurrenten", betonte der neue Salzburg-Trainer Ricardo Moniz. Trotz des offensiv ausgerichteten 4-3-3-Systems taten sich die Salzburger schwer, den Mattersburger Abwehrwall zu knacken. Wallner, der anstelle des angeschlagenen Brasilianers Alan stürmte, erlöste sein Team erst in der 95. Minute. "Wir haben Glück gebraucht", gestand Moniz.
Der Neo-Trainer griff in Mattersburg auch auf den unter Stevens abgeschobenen Schweizer Johan Vonlanthen zurück. Dessen Vertrag läuft mit Saisonende aus. "Ich bin offen für alles", sagte der Offensivspieler, der 2006 als eines der größten Talente nach Salzburg gekommen war. Auch über die Zukunft von Keeper Gerhard Tremmel, Milan Dudic, Rabiu Afolabi, Laszlo Bodnar und Simon Cziommer werden die kommenden Wochen entscheiden. Sollten sie gehen, würden sie sich aber gerne mit einem Titel verabschieden.
Favorit ist zwei Runden vor Schluss aber Sturm Graz. Für den fünf Spiele ungeschlagenen Tabellenführer spricht nicht nur dessen Selbstvertrauen, sondern auch ein machbares Restprogramm. "Wir haben es in der eigenen Hand und wollen probieren, sechs Punkte zu holen", erklärte Sturm-Trainer Franco Foda. "Dann können alle anderen Mannschaften spielen, wie sie wollen."






















