Dortmund gelassen, Bayern frustriert
Borussia Dortmund glaubt trotz des 0:1 am Samstag in Mönchengladbach weiter fest an den Gewinn der deutschen Fußball-Meisterschaft. Leverkusen hat fünf Punkte Rückstand. Bayern ist auf den vierten Platz abgerutscht.

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"Nur weil wir ein Spiel verlieren, bekommen wir nicht das große Flattern", sagte Mittelfeldspieler Kevin Großkreutz. "Sorgen haben wir keine, aber wir ärgern uns natürlich über diese Niederlage", meinte Tormann Roman Weidenfeller, der wie 20.000 mitgereiste Fans enttäuscht die Heimfahrt antrat.
Mit der vierten Saisonniederlage verspielte Dortmund die komfortable Ausgangsposition. Angesichts des drei Spiele vor Schluss wieder auf fünf Punkte geschrumpften Vorsprungs auf Leverkusen kann das junge BVB-Team auch im Heimspiel gegen Nürnberg am Samstag nicht ohne Schützenhilfe die Meisterschaft perfekt machen. Dafür nötig wäre ein Punkteverlust Leverkusens gegen Köln.
Dortmund-Trainer Jürgen Klopp, dessen Team aus den vergangenen sechs Partien nur acht Punkte geholt hat, machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: "Das war ein sehr wichtiges Spiel für uns, denn in den nächsten Wochen wird es nicht einfacher werden." Schwarz-Gelb haderte auch mit dem Schicksal, Mario Götze und Marcel Schmelzer erhöhten die Anzahl der Aluminium-Treffer in dieser Saison auf 22.
Gladbach gibt rote Laterne ab
Die siegreichen Gladbacher, bei denen der Burgenländer Martin Stranzl durchspielte, haben erstmals seit fünf Monaten den letzten Tabellenplatz verlassen. Auch dank des erst 18-jährigen Tormanns Marc-Andre ter Stegen, der sich nach seinen ersten drei Bundesliga-Spielen Respekt verschaffen hat. "Für uns Abwehrspieler ist wichtig, dass ein Torwart hinten was weghaut. Das brauchen wir in dieser Situation", fand auch Stranzl lobende Worte für den deutschen U19-Teamtorhüter.
Aber auch Stranzl spielt eine wichtige Rolle beim Gladbacher Comeback. In den 18 Partien der Hinrunde hatte Gladbach gleich 47 Gegentreffer kassiert, in den 14 Spielen seit dem Transfer von Stranzl waren es nur 17. Damit lebt die Chance auf den drittletzten Tabellenplatz, der den direkten Abstieg verhindern würde. "Wir haben drei Punkte geholt, das ist gut, aber zu wenig, wir brauchen noch sechs Zähler", stellte Coach Lucien Favre klar.
Alarmstimmung herrscht nicht nur beim neuen Letzten St. Pauli, sondern auch bei Bayern München. Der Rekordmeister ist nach einem 1:1 in Frankfurt im Kampf um die Champions-League-Qualifikation auf einen Ausrutscher von Hannover mit Emanuel Pogatetz angewiesen. "Natürlich ist es kein schönes Gefühl, von jemandem abhängig zu sein", erklärte Bastian Schweinsteiger.




















