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Zuletzt aktualisiert: 02.03.2011 um 12:56 UhrKommentare

Riesen-Dämpfer für Rapid

Rapid hat im Kampf um den Meistertitel zum Auftakt der 23. Bundesliga-Runde am Dienstagabend einen großen Rückschlag erlitten. Die Hütteldorfer verloren gegen den SV Mattersburg mit 0:1.

Foto © GEPA

Nach der 0:1-Auswärtsniederlage gegen den Vorletzten SV Mattersburg drohte sich der Rückstand auf Tabellenführer Austria am Mittwochabend auf zehn Punkte zu vergrößern. Daneben verlieren die fünftplatzierten Hütteldorfer auch immer mehr den Anschluss an die Europacup-Plätze an sich. Die laut Rapids Abwehrspieler Mario Sonnleitner "nicht regulären" Bodenverhältnisse sorgten aufseiten der Wiener für Kritik.

"Jeder Fußballfan will so etwas nicht sehen, das war wie Eislaufen nur mit den falschen Schuhen", ärgerte sich Rapid-Coach Peter Pacult. "Es wurde verabsäumt, auf den Platz genau hinzuschauen. Man muss froh sein, dass niemandem etwas passiert ist. Es ist eine Schande, dass die Spieler auf solchen Plätzen spielen müssen", fügte der Wiener hinzu.

Vor dem Seitenwechsel hatten die Wiener zumindest teilweise noch eine ansehnliche Vorstellung geboten, danach war aber nicht mehr viel zu sehen. "In der ersten Hälfte ist es noch halbwegs gegangen, in der zweiten Hälfte ist es dann aber nicht mehr möglich gewesen, Fußball zu spielen", resümierte Rapids Außenverteidiger Markus Katzer.

Mattersburg hat verdient gewonnen

Im Endeffekt waren die schwierigen Bodenverhältnisse auf dem beinhartgefrorenen Boden aber für beide Teams gleich. Dessen war sich auch Pacult bewusst. "Mattersburg hat verdient gewonnen, sie sind mit den Platzverhältnissen besser zurechtgekommen", musste sich der Rapid-Trainer eingestehen.

Allerdings sei sein Team auf dem Terrain doch auch aus einem Grund benachteiligt gewesen. "Man kann sich nicht von einer Minute auf die andere umstellen und sagen, wir spielen eine andere Art von Fußball. Wir sind es gewohnt den Ball laufen zu lassen und zu kombinieren, das war aber nicht möglich", meinte Pacult.

Der Frühjahrsstart der Wiener ist mit vier Punkten aus vier Spielen jedenfalls misslungen. Ein möglicher Titelgewinn ist für die Hütteldorfer deshalb derzeit überhaupt kein Thema. "Wir können derzeit nicht auf den Titel schauen, wir haben zu viele Punkte Rückstand", brachte Sonnleitner die Situation treffend auf den Punkt. Doch auch im Kampf um die Top-3-Ränge könnte es eng werden. Vor den Mittwochspielen fehlten sechs Zähler auf die drittplatzierten Rieder, die am Sonntag im Hanappi-Stadion gastieren. Die Fans sind deshalb sauer und haben es wieder einmal vor allem auf den Trainer abgesehen, bedachten ihn immer wieder mit "Pacult raus"-Rufen.

Für die Gastgeber war es ein großer Schritt im Abstiegskampf und das ausgerechnet wenige Stunden nachdem das Schlusslicht LASK mit der Trennung von Coach Georg Zellhofer und der Installierung von Walter Schachner als Nachfolger ein Zeichen gesetzt hatte. "Das sind drei wichtige Punkte für unseren Verein", war sich Ilco Naumoski bewusst.

Der mazedonische Teamstürmer hatte nach abgesessener Sperre sein Comeback gegeben, war aber neben einer guten Leistung neuerlich negativ aufgefallen. Einen Ellbogencheck gegen Ragnvald Soma hatte Schiedsrichter Bernhard Brugger allerdings zum Glück von Naumoski nur mit Gelb geahndet.

Nach der Partie stichelte Naumoski auch etwas in Richtung seines Ex-Clubs. "Rapid war zwölf Jahre lang mein Leben, ich mag den Verein, aber so wie sie heute gespielt haben, das war nicht Rapid-würdig. Mit dieser Mannschaft werden sie nie Meister", prognostizierte der Mattersburg-Stürmer.

Sein eigener Club hatte dank des Goldtreffers von Alexander Pöllhuber per Kopf in der 63. Minute nun vor dem Mittwoch-Spiel des LASK gegen Wiener Neustadt schon neun Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten und rückte auch bis auf vier Zähler an den achtplatzierten Kapfenberger SV heran, der Meister Salzburg empfing. "Wir haben jetzt sieben Punkte aus vier Spielen geholt. Wir lehnen uns aber nicht zurück, es gibt noch 13 Partien, das ist genug Holz", sagte Coach Franz Lederer.


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