Die Spielzüge liegen im Kopf
Mehr als 300 Kärntner Trainer ließen sich beim Fortbildungstag in Velden zum Mitmachen motivieren. Das zentrale Thema? "Life-Kinetik" - ein Gebiet, auf dem Kärnten das Land der Pioniere werden soll.

Foto © APAAuch Innsbruck-Trainer Walter Kogler sprach vor 340 Trainern
Es ist einen Versuch wert, was anderswo erfolgreich erprobt wurde. Der Fußball soll in Bewegung kommen, zum Beispiel so: Gleichzeitig mit der rechten Hand einen Achter beschreiben und mit dem linken Bein einen Kreis. Klingt einfach, kann aber verwirren. Das Problem sitzt im Kopf und mit solchen Übungen der sogenannten "Life-Kinetik" werden brachgelegene Abteilungen im Gehirn aktiviert bzw. mit gebrauchten Bereichen verknüpft.
Vorbild Dortmund
Anderswo ist zum Beispiel Dortmund, wo die Borussia der Konkurrenz enteilt. "Sie sind in jeder Situation einen Tick schneller als die anderen", erklärt Horst Lutz, der Begründer dieser Methode, die er für diesen Vorsprung verantwortlich macht und den Animateur spielt. Borussen-Trainer Jürgen Klopp wird als Werbebotschafter per Video zugespielt. Mehr als 300 Trainer lassen sich beim Fortbildungstag in Velden zum Mitmachen motivieren und der Kärntner Fußballverband hilft mit einem Förderprogramm zur Kostensenkung auf 9 Euro pro Person und Stunde. Adressat ist der Nachwuchs, vorrangig die Akademie, deren Leiter Christian Schmölzer dennoch über die Finanzierung nachdenken muss. Just Kärnten soll auf diesem Gebiet das Land der Pioniere werden. Flächendeckend.
Walter Kogler kennt Life-Kinetik. "Auch wir wenden das an", so der Innsbruck-Trainer, der die Teilnehmer an diesem Tag über Defensivarbeit im Fußball aufklärt und den Erfolg seines Teams mit Offensivkraft begründet. Weil es um die Weiterentwicklung der Betreuer geht, greift auch Thomas Janeschitz, Leiter der ÖFB-Trainerausbildung, ins Referatsgeschehen ein. Abseits davon verspricht er, Missstände zu beheben. Etwa die im internationalen Vergleich geringere Stundenanzahl zum A-Lizenz-Erwerb oder die je nach Promigrad abgestufte Protektion für ehemalige Teamspieler.
Nicht dabei war Austria-Klagenfurt-Trainer Walter Schoppitsch. Er bereitete sich auf das Testspiel gegen Landskron vor.















