Neo-Coach glaubt noch an Titel
Der neue Coach von Inter Mailand glaubt fest, dass der Triple-Sieger noch die italienische Fußball-Meisterschaft gewinnen kann. Die Meisterschaft sei ja noch lang, so der Brasilianer Leonardo.

Foto © ReutersLeonardo
"Die Meisterschaft ist noch lang. Wir können wieder auf unser Topniveau zurückkommen", versicherte Leonardo bei seiner ersten Pressekonferenz in Inters Hauptquartier in Appiano Gentile bei Mailand. In der Serie A liegt der aktuelle Champions-League-Gewinner mit 13 Punkten Rückstand auf den in der Tabelle führenden Stadtrivalen AC Milan derzeit nur auf dem siebenten Rang, hat aber zwei Spiele weniger ausgetragen.
Obwohl er 13 Jahre lang beim AC Milan als Spieler, Manager und Coach engagiert war, fühlt sich Leonardo wegen des Wechsels zum Stadtrivalen Inter nicht als Verräter. "Ich werde Milan ewig dankbar sein, es wäre aber für mich unmöglich gewesen, Inters Angebot abzulehnen. Ich war nicht auf der Suche nach einem Job, sondern nach einem Traum. Ich glaube nicht, dass es für mich eine größere Herausforderung als diese geben könnte", meinte Leonardo.
Große Töne
Vereinspräsident Massimo Moratti versicherte, dass Leonardo der Coach sein werde, der die "Nerazzurri" zu neuen Höhenflügen führen wird. Über Zugänge in der Winterpause, um die Mannschaft aufzurüsten, wie es Leonardos Vorgänger Rafael Benitez hartnäckig gefordert hatte, wollte sich Moratti nicht äußern. "Wir wollen gewinnen, müssen aber auch unsere Bilanzen in Ordnung halten", meinte der Erdölmagnat.
Der Vereinspräsident dankte Benitez für seine Arbeit. "Er hat uns zum Club-WM-Sieg geführt. Der ganze Verein ist ihm dafür dankbar", erklärte Moratti. Der Clubchef und Benitez hatten sich vor einer Woche über eine vorzeitige Auflösung des Zwei-Jahres-Vertrages geeinigt.


















