Fußball-Rowdy zu mehr als 120.000 Euro verurteilt
Nach einem vorerst nicht rechtskräftigen Urteil des Landesgerichtes Innsbruck muss ein 26-jähriger Tiroler 93.513 Euro an einen Polizisten bezahlen, der bei einem Einsatz gegen den Fußballfan verletzt wurde. Dazu kommen noch 29.279 Euro Prozesskosten.

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Im Juli 2003 hatte der Innsbrucker beim Bundesliga-Zweitligaspiel des FC Wacker gegen Kapfenberg im Tivoli-Stadion den Polizisten schwer verletzt. Aus Wut über eine Entscheidung sei der 26-Jährige damals auf das Spielfeld gestürmt, um auf den Schiedsrichter loszugehen. Ein Polizist habe den Mann dann zum Spielfeldrand abdrängen können, sei aber derart heftig attackiert worden, dass ihm ein Kollege zu Hilfe kommen habe müssen. Der Rowdy habe darauf sich und die zwei Polizisten zu Fall gebracht, wobei der zur Hilfe gekommene Polizist rücklings über eine 80 Zentimeter hohe Reklametafel gestürzt sei und dadurch einen schweren Bandscheibenvorfall erlitten habe.
Beeinträchtigung der Lebensqualität
Ein halbes Jahr sei der Beamte dadurch überhaupt dienstunfähig gewesen und habe nach zwei schweren Bandscheibenoperationen, starken Schmerzen und neurologischen Ausfällen für immer in den Innendienst versetzt werden müssen. Mit Dienstausfällen und aufgrund eingeschränkter Dienstfähigkeit sei mittlerweile ein enormer Entgang zum früheren Verdienst eingetreten. Auch habe der Beamte mit Schmerzen zu kämpfen und sei in seiner Freizeit eingeschränkt. Der nicht geständige, aber strafrechtlich schon rechtskräftig verurteilte Mann wurde nun zu einer Zahlung von 93.513 Euro an den Polizisten verurteilt. Die Beeinträchtigung der Lebensqualität wurde dabei mit einem Schmerzensgeld von 25.000 Euro bewertet. Dem Anwalt soll der Verurteilte laut Urteil auch noch 29.279 Euro Prozesskosten überweisen.





















