Das Schlager-Duell endete 1:1 - Pacult coachte von Kabine aus
Meister und Rekordmeister trennten sich im Sonntagsspiel der Bundesliga mit 1:1. Lange sahen die "Bullen" wie die Sieger aus, doch in der 87. Minute gelang Rapid durch Heikkinen noch der Ausgleich.

Foto © GEPASalzburg gegen Rapid wurde vor allem in der Schlussphase zum Kopf-an-Kopf-Duell
Der Schlager der 13. Runde in der Fußball-Bundesliga hat ein 1:1-Remis zwischen Red Bull Salzburg und Rapid gebracht. Wallner hatte die Gastgeber vor 20.100 Zuschauern in Wals-Siezenheim in Führung gebracht, Heikkinen gelang in der 87. Minute der hochverdiente Ausgleich für die Hütteldorfer, die in der Tabelle weiter auf Platz sieben bleiben - zwei Ränge hinter dem Titelverteidiger.
Dabei hatten die Gastgeber lange wie der Sieger ausgesehen, allerdings nicht aufgrund der eigenen Stärke, sondern dank eines klassischen Selbstfallers von Rapid. Bei ihrem Treffer profitierte die Stevens-Truppe von einem verunglückten Rückpass von Trimmel, den Wallner eiskalt ausnützte. In der 24. Minute stand der ÖFB-Teamstürmer nach einem misslungenen Zuspiel von Pehlivan wieder allein vor dem Hütteldorfer Tor, scheiterte diesmal jedoch an Hedl.
Nervöse Gastgeber
Es waren dies mit Ausnahme von zwei Wallner-Versuchen im Finish die beiden einzigen ernstzunehmenden Möglichkeiten der enttäuschenden "Bullen" im gesamten Spiel - nach dem Tor übernahmen die Rapidler das Kommando, ohne zunächst zu zwingenden Chancen zu kommen. Am gefährlichsten wurde es vorerst in der 17. Minute, als Solo-Spitze Salihi aus kurzer Distanz einen Trimmel-Querpass knapp verfehlte. Ansonsten hatte Salzburg-Goalie Tremmel bei Schüssen von Katzer (22.), Salihi (28.) und Saurer (32., 43.) wenig Mühe.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Nervosität in den Reihen der Gastgeber noch größer, was wiederum Rapid dem Ausgleich nahe kommen ließ. In der 50. Minute verschätzte sich Hinteregger, Salihi kam aus sieben Metern frei zum Kopfball, bugsierte das Spielgerät jedoch genau auf Tremmel.
Pacult wurde verbannt
Drei Minuten später folgte eine Schiedsrichter-Entscheidung, die Peter Pacult wie schon des öfteren in den vergangenen Wochen auf die Palme brachte. Nach einem Fehler von Afolabi zog Trimmel allein aufs Salzburg-Tor, Tremmel kam forsch herangesprungen, der Rapidler spitzelte den Ball vorbei und ging danach zu Boden, wobei er mit dem Arm den Fuß von Tremmel touchierte - Referee Einwaller ließ weiterspielen, Pacult schäumte, wurde von der Trainerbank verbannt, verfolgte in der Folge das Match via TV und gab aus der Kabine über Pressesprecher Sharif Shoukry Anweisungen an seinen Co-Trainer auf der Bank weiter.
Eine davon war die Einwechslung von Drazan, was sich in der 87. Minute auszahlen sollte. Der Flügelspieler schlug eine Maßflanke auf Heikkinen, und der Ersatzkapitän für den verletzten Hofmann köpfelte unbedrängt zum 1:1 ein. Rapid spielte damit in der Bundesliga zum vierten Mal in Folge remis und liegt nach Verlustpunkten gerechnet schon zwölf Zähler hinter Spitzenreiter Sturm Graz.
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Fakten
Red Bull Salzburg - SK Rapid
Wien 1:1 (1:0)
Red-Bull-Arena, 20.100, SR Einwaller
Torfolge:
1:0 (12.) Wallner
1:1 (87.) Heikkinen
Salzburg: Tremmel - Schwegler, Sekagya, Afolabi, Hinteregger -
Schiemer - Zarate (76. Jantscher), Mendes, Leitgeb, Svento (82.
Hierländer) - Wallner
Rapid: Hedl - Kulovits (65. Drazan), Sonnleitner, Soma, Katzer (77.
Dober) - Heikkinen, Pehlivan - Trimmel, Kavlak, Saurer (74. Gartler)
- Salihi
Gelbe Karten: Keine bzw. Kulovits, Saurer
Die Besten: Schiemer, Wallner bzw. Hedl, Wallner























