Die FIFA und ihre Skandale
Juni 1998. Nachdem sich Joseph Blatter bei der Wahl zum FIFA-Präsidenten gegen Lennart Johansson durchgesetzt hat, werden Korruptionsvorwürfe laut. Von Blatter sollen 20 Briefe mit je 50.000 Dollar Inhalt an afrikanische Funktionäre gegangen sein. Blatter bezeichnet sie als vorab vereinbarte Zahlungen für "Verbände in schwieriger Lage". Bei seiner Wiederwahl 2002 behauptet ein somalischer Delegierter, ihm seien 1998 100.000 Dollar für eine Blatter-Stimme geboten worden.
Juni 2006. FIFA-Exekutivmitglied Ismail Bhamjee aus Botswana musste während der WM 2006 in Deutschland auf Geheiß der FIFA-Dringlichkeitskommission mit sofortiger Wirkung von allen WM-Aufgaben zurücktreten und Deutschland verlassen. Der 62-Jährige hatte zwölf Tickets für die Partie England gegen Trinidad und Tobago für 300 Euro und damit 200 Euro über dem Wert verkauft. Pikant. Bhamjee ist auch jetzt unter den sechs Suspendierten .
April 2008. Das 2001 in Konkurs gegangene Schweizer Marketing-Unternehmen ISMM/ISL soll über eine Stiftung in Liechtenstein über Jahre FIFA-Funktionäre bestochen haben. 138 Millionen Schweizer Franken, die zwischen 1989 und 2001 gezahlt wurden, sind vor Gericht dokumentiert. Joseph Blatter soll angehalten worden sein, die Verträge mit dem Unternehmen nicht zu kündigen. Andernfalls würden unliebsame Informationen über sein Geschäftsgebaren veröffentlicht.




















