FIFA prüft Torlinien-Technologie
Das International Football Association Board (IFAB), das über die Regeln im Fußball wacht, wird am 20. Oktober anlässlich seiner Jahrestagung abermals über technische Hilfsmittel für Schiedsrichter diskutieren.

Foto © ReutersEin Chip im Ball soll für Klarheit sorgen
In diesem Rahmen will man sich mit 13 verschiedenen Modellen zur Torlinien-Technologie beschäftigen. Während der Sitzung sollen das im Tennis praktizierte Hawk-Eye oder der Chip im Ball präsentiert werden.
Das IFAB-Gremium, das im Auftrag des Fußball-Weltverbandes (FIFA) tätig ist, wird allerdings keine Entscheidungen treffen, sondern nur Arbeitsgespräche führen. Änderungen der Regeln können nach dem FIFA-Statut nur vorgeschlagen und dann von der Jahreshauptversammlung beschlossen werden. Die 125. HV findet vom 4. bis 6. März ebenfalls im Celtic Manor (Newport) in Cardiff statt.
Tor oder nicht Tor?
Nachdem sich die FIFA und deren Schweizer Präsident Joseph Blatter jahrelang gegen den Einsatz von elektronischer Unterstützung gewehrt hatten, wurde während der heurigen WM in Südafrika die Diskussion vor allem durch das "Wembley-Tor" im Achtelfinale von England gegen Deutschland (1:4) neu entfacht. Die UEFA favorisiert hingegen das Experiment mit zwei zusätzlichen Torrichtern.
Auf der Tagesordnung des IFAB am 20. Oktober stehen auch ein Update dieses Versuchs, der in Wettbewerben der Mitglieds- und Kontinental-Verbände (Champions League, EM-Qualifikation) laufen soll, sowie Gespräche über Vergehen, die mit Ausschluss geahndet werden. Die Beratungen um die sogenannte "Dreifach-Bestrafung" (Tor, Rote Karte und Sperre des Spielers) werden fortgesetzt. Außerdem wird eine Reihe von Punkten der aktuellen Spielregeln geprüft und möglicherweise Definitionen präzisiert.





















