Rapid hofft auf Vergangenheitsbewältigung
Österreichs Fußball-Rekordmeister SK Rapid kämpft am Sonntag in Kapfenberg um Wiedergutmachung.

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Mit einem Sieg gegen die Obersteirer soll nicht nur Frustbewältigung nach der bitteren 1:2-Heimniederlage in der Europa League gegen Besiktas Istanbul betrieben werden, sondern auch in der Bundesliga ein Sprung nach vorne gelingen.
"Was die Punkte betrifft, haben wir massiven Aufholbedarf", gab Peter Pacult angesichts eines Rückstandes von nach Verlustpunkten gerechnet elf Zählern auf Spitzenreiter Wacker Innsbruck zu. Als Moralinjektion könnte dem momentanen Tabellen-Sechsten ausgerechnet die Partie gegen den 13-fachen türkischen Meister dienen. "Wir müssen gegen Kapfenberg so schnell wie möglich zu unserem Spiel finden, so wie phasenweise in der zweiten Hälfte gegen Besiktas", forderte der Rapid-Trainer.
Nicht lange nachdenken, sondern weitermachen
An die möglichen Folgen der Doppelbelastung verschwendet Pacult erst gar keinen Gedanken. "Wir sind das ja schon vom letzten Jahr gewohnt. Außerdem müssen wir nicht mehr lange über das Besiktas-Match nachdenken, wir haben gleich eine neue Aufgabe. Das ist gut für die Spieler."
Auch Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch will die Auswirkungen der ständigen englischen Wochen Rapids nicht überbewerten. "Das sind alle Profis, die das wegstecken. Wahrscheinlich sind sie sogar froh, weil sie die Niederlage schnell wieder ausbessern können."
Zuversicht schöpft der Steirer weniger aus einem allfälligen Kräfteverschleiß der Hütteldorfer, sondern vielmehr aus der Leistung seiner Schützlinge bei der unglücklichen 2:3-Niederlage am vergangenen Samstag im Hanappi-Stadion. "Aber diesmal ist mehr Cleverness gefragt, eine bessere Balance zwischen Offensive und Defensive. In Wien waren wir zu euphorisch, wollten auswärts gegen eine Mannschaft nachsetzen, die unbedingt gewinnen musste. Statt uns zurückzuziehen, haben wir weiter angepresst und dann noch das Tor bekommen, so etwas darf nicht mehr passieren."
Leidenschaft, Kampfgeist und Talent
Trotz der im Hanappi-Stadion bewiesenen spielerischen Steigerung der Kapfenberger in dieser Saison werde es gegen Rapid auf die altbekannten "Falken"-Tugenden ankommen, vermutete Gregoritsch. "Wir brauchen eine Mischung aus Leidenschaft, Kampfgeist und fußballerischem Talent und müssen ein intensives Spiel abliefern. Sonst haben wir gegen die individuelle Klasse von Rapid keine Chance", betonte der KSV-Betreuer. Seine Mannschaft ist seit fünf Runden sieglos, kassierte gegen Rapid seit dem Wiederaufstieg bei einem Remis acht Niederlagen und gewann zuletzt im September 1956 (4:3 in Kapfenberg) gegen die Grün-Weißen.




















