Österreichs Legionäre im Check
Der eine gab sein Debüt, der andere sah rot, zwei spielten groß auf und wieder ein anderer agierte als Vorbereiter - Österreichs Legionäre im Check.

Foto © GEPAPrödl hat Verantwortung bei Werder
Er wollte als Interims-Abwehrchef von Werder Bremen eine "Duftmarke" setzen. Beim 0:0 gegen den FC Bayern ist Sebastian Prödl dies eindrucksvoll gelungen. Ja, er hätte beinahe sogar den Siegestreffer erzielt, aber Stange, Bayern-Torhüter Butt und die Latte hatten etwas dagegen. "Schade, das wäre das Tüpfelchen auf dem i gewesen", haderte der Steirer, um dann gut gelaunt hinzuzufügen: "Aber so habe ich beim nächsten Mal die Möglichkeit, meine Leistung noch zu steigern." Doch ausrasten durften sich Prödl und sein Kollege Marko Arnautovic, der in München ebenfalls eine tolle Leistung bot, nur am gestrigen freien Nachmittag. Denn morgen kommt in der Champions League schon Tottenham auf Besuch in die Hansestadt.
Die beiden Bremer Legionäre strotzen derzeit vor Selbstbewusstsein, aber auch bei einigen anderen österreichischen Fremdarbeitern lief es am Wochenende nicht schlecht. Paul Scharner etwa bot bei seinem Debüt für West Bromwich eine ansprechende Leistung. Er wurde beim 1:1 gegen Tottenham in der 73. Minute ausgewechselt.
Marc Janko, zuletzt Doppeltorschütze bei Twente Enschede, traf beim 2:1-Sieg gegen Venlo zwar nicht, spielte aber erstmals über die volle Distanz.
Erwin Hoffer wiederum bereitete im Duell der Österreicher-Klubs Kaiserslautern gegen Mainz das 1:0 für Lautern vor. Nach seiner Auswechslung in der 68. Minute drehte Mainz noch mit zwei Treffern die Partie. Christian Fuchs spielte bei den Mainzern 90 Minuten durch, Andreas Ivanschitz war wieder einmal nur Zuschauer.
Zuschauen wird in der nächsten Runde Hannovers Emanuel Pogatetz, der ja gegen Leverkusen schon nach 36 Minuten die Gelb-Rote Karte sah. Von Trainer Mirko Slmoka gab es dafür einen Rüffel. "Er darf das zweite Foul nicht begehen", kritisierte der Coach.




















