Volles Haus auf dem Tivoli
In Innsbruck herrscht wieder richtige Fußball-Atmosphäre. Erstmals seit Jahren ist das Stadion am Samstag im Schlager gegen Ried ausverkauft.

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Ein Kärntner in Tirol fühlt sich derzeit ziemlich wohl. Und das aus triftigen Gründen. Erstens liegt die von Walter Kogler trainierte Mannschaft von Wacker Innsbruck nach Verlustpunkten an der Tabellenspitze der heimischen Fußball-Bundesliga und zweitens ist das Tivoli-Stadion am Samstag erstmals seit den Meisterzeiten Anfang des Jahrtausends wieder restlos ausverkauft.
15.300 Zuschauer werden im Topspiel gegen den Tabellenführer Ried auf den Rängen Platz nehmen. "Das ist wunderschön", meinte Kogler. "Es kommt ja nicht Rapid oder Salzburg, sondern Ried. Das soll man auch genießen. Die Innsbrucker Fans sind hungrig auf Fußball." Der sportliche Höhenflug passiert zu einem idealen Termin, denn er fällt zusammen mit dem Zehn-Jahr-Jubliäum der Eröffnung des "Tivoli neu", die am 8. September 2000 über die Bühne gegangen war. Der Trainer der Tiroler, die seit 13. März (damals noch Erste Liga) zu Hause unbesiegt und in der laufenden Saison als einziges Team noch ungeschlagen sind, zeigt Respekt vor dem Gegner. "Auch Ried wurden die Punkte nicht geschenkt, sie haben guten Fußball geboten. Trotzdem wollen wir drei Punkte." Die dichte Atmosphäre am Tivoli komme da genau richtig. "Wenn wir richtig damit umgehen, ist das sicher eine Motivation", so der Kärntner.
Personell kann Kogler aus dem Vollen schöpfen. Dennoch wird er auf dieselbe Grund-Elf vertrauen, wie in den bisherigen sechs Partien. "Ich werde die Mannschaft nicht umstellen."
Aber die Rieder sind heuer sehr gefährlich, vor allem dann, wenn sie fern der Heimat antreten. "Es ist logisch, dass wir heuer mit einem anderen Gefühl zu Auswärtsspielen fahren", so Trainer Paul Gludovatz, der in den bisherigen drei Saisonmatches in der Fremde drei Siege feierte. "Vielleicht tun wir uns mit unseren neuen Spielern und unserem neuen Stil auswärts heuer leichter."
Auch wenn der Burgenländer nach dem 1:0-Erfolg über Kapfenberg in der vergangenen Runde im Hinblick auf die Führung von einer Momentaufnahme sprach, so zeigte er sich doch stolz auf das bisher Geleistete: "Wir haben etwas bewegt. Dazu passt, dass es Bus- und Auto-Kolonnen unserer Fans nach Innsbruck geben wird. Wenn das Stadion dort bumsvoll ist, dann hat das schon eine Bedeutung für mich." Vor Innsbruck zeigte Gludovatz freilich Respekt: "Sie sind ganz klar über uns zu stellen." Die Tiroler seien Kandidaten für die Winterkrone. "Es würde mich nicht wundern."




















