Ethik-Beirat fordert Regelung von Automaten-Glücksspiel
Der Ethik-Beirat des Deutschen Lotto- und Totoblocks fordert nach dem Glücksspiel-Urteil des EuGH eine schärfere Regulierung von Spielautomaten.

Foto © APARenate Schmidt (SPD)
"Das Automatenspiel muss nicht verboten, aber eingeschränkt werden", sagte die frühere Familienministerin Renate Schmidt (SPD) als Sprecherin des Gremiums der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch.
So könne die von den Luxemburger Richtern geforderte Übereinstimmung von Rechtslage und Praxis wieder hergestellt werden. Schmidt lehnte eine völlige Freigabe von Sportwetten ab. "Damit wären Korruption, Manipulation und Geldwäsche Tür und Tor geöffnet." Sie warf der FDP vor, eine schärfere Regulierung des Glücksspiels zu blockieren.Unzulässig
Der EuGH hatte in seinem Urteil das staatliche Glücksspiel- und Sportwettenmonopol in Deutschland nicht in Zweifel gezogen, aber die derzeitige Regelung für unzulässig geklärt. Grund ist, dass für private und staatliche Anbieter unterschiedliche Maßstäbe gelten. Zum Einen monierte der EuGH, dass auch die staatlichen Lotto-Gesellschaften Werbung machen dürfen. Zweitens dulden die deutschen Behörden nach Auffassung der Richter Casino- und privates Automaten-Glücksspiel, obwohl diese ein höheres Suchtpotenzial haben als Lotto und Internet-Sportwetten.
"Ich hoffe, dass die Bundesebene jetzt tätig wird", sagte Schmidt dazu. Bei der FDP gebe es bisher keine Bereitschaft, etwas zu ändern, kritisierte die SPD-Politikerin. "Ich will nicht, dass wir Zustände wie in einigen anderen Ländern bekommen, in denen man drauf wetten kann, welcher Spieler in der 56. Minute gefoult wird.





















