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Zuletzt aktualisiert: 29.08.2010 um 12:55 UhrKommentare

Amtierender Meister Salzburg leckt seine Wunden

Nach der Pechsträhne der letzten Woche will Salzburg Kraft tanken und sich wieder aufrichten. Ried lacht zumindest zwei weitere Wochen von der Tabellenspitze.

Mattersburg-Spieler freuen sich, dass sie Salzburg in die Schranken weisen konnten.

Foto © ReutersMattersburg-Spieler freuen sich, dass sie Salzburg in die Schranken weisen konnten.

Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat eine denkbar schlechte Woche hinter sich. Nach dem neuerlichen Verpassen der Champions League blamierten sich die Mozartstädter am Samstagabend in der Bundesliga in Mattersburg (0:1). "Wir müssen jetzt Kraft tanken und uns neu aufrichten", erklärte Sportdirektor-Assistent Thomas Linke angesichts der anstehenden Länderspielpause.

Cheftrainer Huub Stevens verweigerte nach der ersten Salzburger Niederlage gegen Mattersburg seit 12. April 2008 (2:3) Wortspenden. Linke verwies auf den unglücklichen Spielverlauf. "Wir haben eigentlich im Mittelfeld vernünftig gespielt. Wir hatten viel Ballbesitz, aber zu wenig Chancen. Mit dem ersten Mattersburger Schuss haben wir das Tor bekommen, und dem sind wir dann nachgelaufen", meinte der Deutsche nach dem Freistoß-Treffer von Manuel Seidl aus 25 Metern in der achten Minute.

Das Herz in die Füße genommen

Außerdem hätte es nach Salzburger Ansicht nach einer Attacke von Mattersburg-Goalie Stefan Bliem an Dusan Svento kurz vor der Pause Elfmeter geben müssen. Im Lager der Mattersburger war nach dem Ende der Serie von sieben Liga-Niederlagen die Erleichterung riesengroß. "Der Sieg war extrem wichtig. Wir haben das Herz in die Füße genommen. Mit Emotion und Kampf können wir viele besiegen, wenn alles passt auch solche Gegner", freute sich Trainer Franz Lederer über seinen 70. Sieg als Mattersburg-Trainer (48 Unentschieden, 87 Niederlagen).

Ried führt die Tabelle an

Von der Spitze der Tabelle wird für mindestens zwei weitere Wochen die SV Ried lachen. Die Oberösterreicher fuhren daheim gegen Kapfenberg einen 1:0-Arbeitssieg ein. Bedanken musste sich Rieds Erfolgstrainer Paul Gludovatz vor allem bei Schiedsrichter Christian Dintar, der mit seinem Team beim Bundesliga-Debüt ein klares Abseitstor des Ried-Spaniers Guillem Marti anerkannte. "Es ist traurig, dass so ein Tor das Spiel entschieden hat", erklärte Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch, dessen Auswahl sich im Innviertel teuer verkauft hat.

Zum Thema Tabellenführung wollte Gludovatz nur so viel sagen: "Die Tabelle hängt jetzt einmal aufgrund der Länderspielpause zwei Wochen, das ist erfreulich. Aber es sind erst sechs von 36 Spielen absolviert." Die fünf Siege in Folge bedeuten keinen neuen Rieder Vereinsrekord, 2009 hatte man saisonübergreifend sechsmal in Folge gewonnen.


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