Ein 70er rettet Rapid den Sieg
Rapid gewinnt den Schlager gegen Salzburg durch ein Tor von Kapitän Hofmann in letzter Sekunde. Es war der 70. Treffer des Regisseurs in der Bundesliga. Das Match bei großer Hitze enttäuschte jedoch.

Foto © GEPARapid bekam ein Tor weniger
Halbzeit eins ist recht rasch besprochen, so arm war sie an Höhepunkten vor ausverkauftem Haus in Hütteldorf. Der Größte war da schon ein bemitleidenswertes Eichhörnchen, das sich ins Stadion verirrt hatte und nach rund fünf Minuten wie von der Tarantel gestochen über den Rasen flitzte. Erst nach gut 15 Minuten fand das Tier schließlich den rettenden Weg über die Werbebande und erntete von zahlreichen Fans Applaus.
Das Match an sich war bis dahin (und in weiterer Folge auch bis zum Pausenpfiff) lediglich "Werbung" für Sommerkick. Salzburg, das wegen der Absage des Innsbruck-Matches erst ein (torloses) Ligaspiel in den Beinen hatte, stand hinten recht sicher, tat nach vorne aber kaum etwas. Rapid, nach zwei Spielen noch ohne Punkt, bemühte sich mehr, speziell der sehr starke Hofmann, aber raus kam nichts, zumal die hohen Bälle stets ein gefundenes Fressen für die Innenverteidiger der Gäste waren.
Vor den Augen von Teamchef Didi Constantini rächte sich die Passivität der Bullen dann in der 49. Minute. Eingeleitet von - wie sollte es anders sein - Spielmacher Hofmann, war Neuerwerbung Saurer nach einem von Salzburgs Abwehr viel zu kurz weggeschlagenem Querpass von Salihi zur Stelle.
Erstmals Boghassian
Minuten später reagierte Huub Stevens und brachte die Neuverpflichtungen Jantscher und erstmals auch Boghassian. Die ließen sich dann nur sechs Minuten bitten, ehe sie für den Ausgleich sorgten. Boghassian verlängerte per Kopf, Jantscher traf volley wunderschön ins Eck.
Ein Remis, das in Ordnung gegangen wäre, Rapid allerdings war es zu wenig und Pacults Mannen erhöhten noch einmal den Druck. Das 2:1 fiel schließlich zwar sehr spät (93.), aber unverdient war es unterm Strich nicht. Und es war Hofmann, der nach einem ganz schlimmen Patzer von Sekagya die Kugel aus rund zehn Metern überlegt ins lange Eck schupfte. Es war das 70. Tor des grün-weißen Denkers und Lenkers in der Bundesliga.
Peter Pacult war nach dem ersten Sieg der Saison sichtlich erleichtert. "Das war wie eine Befreiung. Nicht nur für mich, sondern für die gesamte Mannschaft." Huub Stevens grantelte: "In der ersten Halbzeit haben wir nur reagiert und nicht agiert. So darf man als Meister einfach nicht auftreten."
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Fakten zum Spiel
SK Rapid Wien - Red Bull Salzburg 2:1 (0:0).
Wien, Hanappi-Stadion, 17.500 (ausverkauft), SR Gangl.
Torfolge:
1:0 (49.) Saurer 1:1 (62.) Jantscher 2:1 (93.) Hofmann
Rapid:
Hedl - Kayhan (69. Dober), Sonnleitner, Patocka, Katzer -Hofmann, Heikkinen, Hinum, Saurer (76. Drazan) - Jelavic, Salihi (68.Gartler)
Salzburg:
Tremmel - Schwegler, Sekagya, Afolabi, Ulmer - Schiemer -Zarate, Mendes, Leitgeb, Svento (55. Jantscher) - Wallner (55.Boghossian)
Gelbe Karten:
Katzer bzw. Tremmel, Schiemer
Die Besten:
Hofmann, Sonnleitner, Heikkinen bzw. Leitgeb, Jantscher





















