Rapid verliert erneut
Rapid ist auf dem Weg in die Krise: Nach dem 0:4 Debakel gegen Innsbruck haben die Hütteldorfer auch gegen Magna Wiener Neustadt das Nachsehen. Die Schöttel-Truppe besiegt Rapid mit 2:1. Der Treffer der Wiener war irregulär.

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Der erste Blick täuscht. Rapid war nicht so schlecht, wie es dieser Zwischenstand vermuten lassen würde. Eine Heimniederlage gegen Wiener Neustadt und null Punkte nach zwei Runden gehören aber gewiss zu den eher unrühmlichen Kapiteln in der langen Fußballhistorie des österreichischen Rekordmeisters. Das 1:2 gegen die Mannschaft des langjährigen Ex-Rapidlers Peter Schöttel resultierte aus einer sehr schwachen ersten halben Stunde und der darauf folgenden Unfähigkeit, aus einer deutlichen Überlegenheit auch Kapital zu schlagen. Zudem vermochten die Hütteldorfer selbst eine ausreichend lange nummerische Überzahl nicht zu nutzen.
Die Wiener Neustädter, die mit einem 5:0 gegen den Lask in die Saison gestartet waren, begannen in St. Hanappi äußerst selbstbewusst und hätten nach den ersten 30 Minuten durchaus 3:0 oder 4:0 führen können. Die in dieser Phase desolate Rapid-Abwehr wurde von den Gästen systematisch ausgespielt. Besonders aufgefallen ist dies beim 2:0, als Ex-Austria-Kärnten-Kicker Patrick Wolf der grünweißen Defensive enteilte und den Ball dem Kärntner Guido Burgstaller ideal auf den Kopf legte.
Abwehr-Bollwerk
Dann änderte sich das Bild, weil sich die Wiener Neustädter praktisch nur noch aufs Verteidigen konzentrierten und Rapid alles nach vorne warf. Zum Matchwinner für die Magna-Elf avancierte Torhüter Saso Fornezzi, der mit großartigen Paraden die Rapidler an den Rand der Verzweiflung trieb und selbst Chancen aus kürzester Distanz mit unglaublichen Reflexen vereitelte. Nur einmal musste sich der Slowene geschlagen geben, doch beim Anschlusstreffer für Rapid stand Kopftorschütze Jelavic deutlich im Abseits, weil hinter dem Keeper. Tabellenführer Wiener Neustadt kam in der zweiten Hälfte kaum noch über die Mittellinie, Rapid versuchte mit viel Kampfgeist und enormem Druck noch die Wende zu erzwingen, doch es fehlte auch das nötige Glück. "In der zweiten Hälfte haben wir eine Rapid-Mannschaft gesehen, wie wir sie kennen", zog Peter Pacult gar kein negatives Resümee.
Features
Fakten zum Spiel
SK Rapid Wien - SC Magna Wr. Neustadt 1:2 (0:2).
Wien, Gerhard Hanappi Stadion, 15.500 Zuschauer, SR Drachta.
Torfolge:
0:1 (11.) Aigner 0:2 (25.) G. Burgstaller 1:2 (73.) Jelavic
Rapid:
Hedl - Dober (71. Trimmel), Eder, Patocka, Kayhan - Hofmann,Heikkinen, Pehlivan (63. Hinum), Drazan (58. Salihi) - Jelavic,Gartler
Wr. Neustadt:
Fornezzi - Thonhofer, Kostal, Ramsebner, A. Schicker -Wolf (77. Haselberger), Stanislaw, Grünwald, Simkovic - Aigner (51.Reiter), G. Burgstaller (83. Sadovic)
Gelb-Rote Karte:
Reiter (75., wiederholtes Foulspiel)
Gelbe Karten:
keine bzw. Fornezzi
Die Besten:
Hofmann, Jelavic bzw. Fornezzi, Wolf
















