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Zuletzt aktualisiert: 21.07.2010 um 17:01 UhrKommentare

Rapid will zu Hause nichts mehr anbrennen lassen

Trainer Peter Pacult erwartet sich gegen Suduva ein konzentriertes Auftreten nach dem Bundesliga-Fehlstart. Kapitän Hofmann und Mario Sonnleitner sind angeschlagen.

Peter Pacult

Foto © GEPAPeter Pacult

Für Fußball-Rekordmeister Rapid geht es am Donnerstag (20.30 Uhr/live ORF 1) im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League gegen den FK Suduva Marijampole nicht nur um den Aufstieg. Die Hütteldorfer wollen sich auch für die 0:4-Schlappe zum Meisterschaftsauftakt beim FC Wacker Innsbruck bei den eigenen Fans rehabilitieren. Die Elf von Coach Peter Pacult hat nach dem 2:0 im Hinspiel in Litauen jedenfalls alle Trümpfe in der Hand.

Eine Woche nach dem verdienten Auswärtserfolg in Litauen sowie vier Tage nach dem Bundesliga-Fehlstart sind die Pacult-Schützlinge neuerlich gefordert. "Ich erwarte mir, dass wir aufsteigen. Wir haben uns im Hinspiel eine gute Ausgangsposition geschaffen, haben alles in eigener Hand", betonte der Rapid-Trainer.

Auf die leichte Schulter wird der Tabellendritte der litauischen A-Lyga trotz einer mageren Vorstellung im ersten Spiel aber nicht genommen. "Ich glaube nicht, dass der Gegner kommt und uns Tür und Tor öffnen wird", warnte Pacult. "Es spricht sehr viel für uns, wir müssen trotzdem konzentriert zur Sache gehen", fügte der Rapid-Coach hinzu.

Die Wiener können aufgrund der Ausfälle von Ragnvald Soma und Stefan Kulovits nicht aus dem Vollen schöpfen und bangen zudem um den Einsatz von Kapitän Steffen Hofmann (Rückenprobleme) und Innenverteidiger Mario Sonnleitner (Cut). "Mal schauen", sagte Pacult nur. Ein Einsatz des angeschlagenen Duos ist aufgrund des schwachen Saisonstarts aber wohl zu erwarten.

Über die Partie in Innsbruck wollte Pacult nicht mehr viele Worte verlieren. "Jeder Einzelne muss sich hinterfragen. Wir schauen aber nach vorne, nicht auf das, was gewesen ist", meinte der Trainer. Die schwache Vorstellung wurde intern analysiert und besprochen. "Die Niederlage kann man nicht so einfach auf die Seite schieben. Jeder Einzelne weiß, was er falsch gemacht hat. Jeder muss sich an seiner eigenen Nase nehmen", sagte Markus Katzer. Die Pleite könne man nur durch Leistung vergessen machen. "Damit können wir morgen schon anfangen", meinte der Außenverteidiger.

Die Doppelbelastung sei in dieser Hinsicht eine gute Sache. "Wir hatten nicht viel Zeit zum Nachdenken, dass ist aber auch gut so", erklärte Katzer. Den voraussichtlich mehr als 10.000 Besuchern wollen die "Grün-Weißen" im Hanappi-Stadion nicht nur einen Sieg, sondern auch eine spielerisch starke Leistung bieten. "Nach dem 0:4 wollen wir schon zeigen, dass wir auch in dieser Saison guten Fußball spielen können. Es wird sicher kein Spiel, wo wir nur schauen, dass wir weiterkommen", versprach der 30-jährige Abwehrspieler.

Die Truppe von Coach Donatas Vencevicius hatte zwar im Hinspiel dagegengehalten, der Klasseunterschied war aber doch augenscheinlich gewesen. Nicht nur deshalb rechnen die Gäste nicht mehr wirklich mit dem Aufstieg. "Wir werden aber noch versuchen, in Wien ein schönes Spiel zu demonstrieren, um unsere Fans nicht zu enttäuschen", hoffte der 36-jährige ehemalige litauische Teamspieler auf einen versöhnlichen Europacup-Abschied.

In der dritten Runde wartet auf den Aufsteiger der bulgarische Cupsieger PFC Beroe Stara Sagora. Danach müssten die Hütteldorfer noch eine weitere Runde voraussichtlich gegen einen starken Gegner überstehen, um wie im Vorjahr in die Gruppenphase einzuziehen. "Es war mir völlig klar, dass die vergangene Saison schwer zu toppen sein wird, es dieses Jahr schwierig wird", blieb Pacult zurückhaltend.


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