Rapid-Präsident kritisierte Rinner wegen TV-Vertrag
Die Generalprobe missglückt: Rapid verlor das Testspiel gegen Anderlecht mit 1:2. Am Rande des Spiels kritisierte Rapid-Boss Edlinger einmal mehr den Liga-Präsidenten.

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Die Generalprobe von Fußball-Rekordmeister Rapid vor dem Pflichtspielauftakt am Donnerstag ist missglückt. Die Hütteldorfer mussten sich am Samstag vor rund 7.000 Zuschauern im Hanappi-Stadion dem RSC Anderlecht knapp mit 1:2 (0:0) geschlagen geben. Jonathan Legear (49.) und Thomas Chatelle (77.) schossen den belgischen Rekordmeister und souveränen Champion der abgelaufenen Saison zum Sieg. Rene Gartler hatte in der 64. Minute per Kopf den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Wiener erzielt.
Im letzten Testlauf vor dem Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League beim FK Suduva Marijampole am Donnerstag (20.15 Uhr) setzte Coach Peter Pacult mit den beiden Verteidigern Mario Sonnleitner und Wiener-Neustadt-Rückkehrer Tanju Kayhan von Beginn an auf zwei neue Spieler. Thomas Hinum, Christoph Saurer und Atdhe Nuhiu, die allesamt nach der Pause eingewechselt wurden, dürften sich demgegenüber vorerst mit einer Reservistenrolle anfreunden müssen. Noch nicht geklärt scheint die Tormannfrage. Pacult gab neben Raimund Hedl in der zweiten Hälfte auch Helge Payer die Chance, sich 45 Minuten zu präsentieren.
Markus Heikkinen fehlte wegen eines Magen-Darm-Virus, Veli Kavlak musste aufgrund von leichten Oberschenkelproblemen passen. Das Mittelfeld-Duo sollte aber rechtzeitig für das erste Bewerbspiel in Litauen fit werden.
Vor der Partie hatte Rudolf Edlinger die Marschroute für die neue Saison ausgegeben. "Wir werden im Großen und Ganzen mit einer sehr starken Mannschaft in die Saison gehen. Wir beginnen die Meisterschaft im Bestreben, Meister zu werden", betonte der Rapid-Präsident. Ob dies erreichbar sei, werde sich herausstellen. "Wir wollen es allen anderen, die vorne mitspielen, so schwer wie möglich machen", fügte Edlinger hinzu.
Kritik an Rinner
Nicht gut zu sprechen war der 70-Jährige auf Bundesliga-Präsident Hans Rinner, zumal der TV-Vertrag rund eine Woche vor Beginn der Meisterschaft noch immer nicht unterschrieben ist. "Ich bin erstaunt gewesen, als ich erfahren habe, dass der Vertrag noch nicht unter Dach und Fach ist. Das ist keine Professionalität, wie ich sie von der Bundesliga erwarten würde", kritisierte Edlinger. Vor allem der ehemalige Sturm-Graz-Präsident bekam sein Fett ab. "Wir werden keine Initiative für den Rücktritt des Ligapräsidenten starten, aber wir würden sie erdulden", meinte Edlinger.
Gegen Anderlecht spielten die Hütteldorfer übrigens erstmals in den neuen weiß-grünen Auswärtsdressen, die genauso wie eine zweite rot-blaue Garnitur am Samstag präsentiert wurden und in den nächsten beiden Saisonen von den Kickern getragen werden. Vorgestellt wurde zudem eine neue 145 Minuten lange DVD, die die Ereignisse der gesamten abgelaufenen Saison beleuchtet. Am Sonntag findet in "St. Hanappi" ab 11.30 Uhr der Tag der offenen Türe statt, ab 13 Uhr präsentieren sich auch Kapitän Steffen Hofmann und Co. ihren Fans.


















