Mourinho: "Bin nicht Real-Trainer"
Vier Tage vor dem Champions-League-Finale zwischen Bayern München und Inter Mailand verdichten sich die Anzeichen für einen möglichen Wechsel von Inter-Trainer Mourinho zu Real. Der Starcoach will davon (noch) nichts wissen.

Foto © APJose Mourinho
Mailands Präsident Massimo Moratti rechnet bereits mit dem Abschied des Portugiesen. "Es würde mich wundern, wenn er bliebe", sagte der Inter-Besitzer laut italienischen Medien.
"Es ist nicht wahr, dass ich Trainer von Real Madrid bin", betonte der 47-jährige Starcoach am Dienstag. Gleichzeitig hatte Mourinho nach dem Gewinn des Meistertitels am Wochenende jedoch erneut eingeräumt, dass er sich in Italien nicht immer wohlfühle. "Adios Mourinho", schrieb die "Gazzetta dello Sport" am Dienstag.
Mourinho: "Keine Frage des Geldes"
"Nach dem Finale möchte ich zwei bis drei Tage, um in Ruhe über meine Zukunft nachzudenken", sagte der 47-Jährige. Der Ausgang des Finals gegen Bayern spiele für seine Entscheidung keine Rolle. "Es ist keine Frage des Vertrages oder des Geldes, sondern der persönlichen Zufriedenheit", sagte Mourinho. "Das Problem ist, ob ich mich in einem Fußball-Land respektiert fühle oder nicht", erklärte der exzentrische Trainer. In Italien aber habe er viele Probleme gehabt, berichtete Mourinho, der sich mit vielen Medien sowie zahlreichen Funktionären, Spielern und Trainern anderer Vereine in Italien überworfen hat.
Nachfolgekandidaten?
Italiens größte Sporttageszeitung nannte bereits mögliche Nachfolgekandidaten für Mourinho. Neben dem Niederländer Guus Hiddink und Pep Guardiola vom FC Barcelona seien Sinisa Mihajlovic (Catania Calcio), der Florentiner Coach Cesare Prandelli sowie Luciano Spalletti (Zenit St. Petersburg) als Erben denkbar. Inter-Präsident Moratti sagte nach spanischen Presseberichten vom Dienstag: "Bei einem Mann wie Mourinho weiß man nie, wie er sich entscheidet. Entweder es gibt eine unerwartete Überraschung. Oder er entscheidet sich so, wie wir es erwarten, nämlich gegen Inter und für das Ausland."
Bei Real Madrid, das trotz einer Rekordinvestition von 250 Mio. Euro für neue Spieler ohne Titel blieb, gilt die Entlassung von Trainer Manuel Pellegrini praktisch als beschlossene Sache. "Pellegrini wird nicht bleiben", zitierte die Zeitung "El País" ein namentlich nicht genanntes Real-Vorstandsmitglied. Das Madrider Sportblatt "Marca" äußerte die Erwartung, dass die Vereinsführung an diesem Mittwoch die Entlassung des Chilenen beschließen könnte. Nach Angaben der Zeitung soll Real mit Mourinho bereits eine mündliche Vereinbarung über eine Verpflichtung des Portugiesen getroffen haben.





















