Dreikampf um Fußball-Meistertitel

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Der Kampf um den heimischen Fußball-Meistertitel gipfelt am Donnerstag in einen Dreikampf. Im großen Showdown kämpfen Meister Salzburg, Austria und Rapid um die begehrte Trophäe. Die Bullen haben dabei gegen Sturm Graz als einziges Team ihr Schicksal selbst in der Hand. Die beiden Verfolger Austria (gegen Ried) und Rapid (gegen Mattersburg) müssen gewinnen und auf Schützenhilfe hoffen.
Die letzte Runde der Bundesliga verspricht also einiges an Brisanz: Salzburg will nach dem Last-Minute-Schock von Wals-Siezenheim den zweiten Matchball zur Titelverteidigung nutzen. Mit dem Auswärtsspiel gegen den Tabellenvierten Sturm Graz hat der Spitzenreiter im finalen Showdown aber die schwierigste Aufgabe zu meistern. Bereits ein Remis gegen die Steirer könnte zu wenig sein.
Ein nicht unwesentlicher Vorteil für die Salzburger könnte aber sein, dass Sturm drei Tage später im Cup-Finale gegen Wiener Neustadt seine Chance auf den internationalen Startplatz nutzen will. Trainer Franco Foda wird deshalb nicht auf die Stamm-Elf zurückgreifen bzw. angeschlagenen Spielern eine Pause gönnen. Fix ist bereits, dass Jakob Jantscher wegen einer Oberschenkelblessuer und Klaus Salmutter wegen einer Prellung geschont werden.
Sturm-Trainer Franco Foda verwehrte sich aber gegen Zurufe von außen, er müsse mit der besten Aufstellung und nicht mit einer B-Elf spielen. "Ich lasse mir von niemandem etwas ausrichten. Bei uns gibt es keine zweite Garnitur, das wäre eine Beleidigung für meine Spieler."
Karl Daxbacher, Trainer des Tabellenzweiten Austria, schätzt die Titelchancen der Violetten mit "20 bis 30 Prozent" ein. Die Wiener, die in der 36. Runde Ried zu Gast haben, müssen gewinnen und darauf hoffen, dass Salzburg in Graz gegen Sturm nicht siegt. Auch er sieht den möglichen Vorteil der Bullen: "Unser Handicap ist, dass Sturm drei Tage nach dem Liga-Ende um den ÖFB-Cup spielt", sagt Daxbacher. Hingegen werde die eigene Hausaufgabe im Horr-Stadion nicht leicht, weil die Rieder locker darauflos spielen könnten.
Rapid geht als Außenseiter in den Showdown. Zwar gelten die Hütteldorfer auswärts gegen Mattersburg als klarer Favorit, allerdings müssen sie auf Umfaller sogar aller zwei Konkurrenten hoffen - die Salzburger müssen in Graz gegen Sturm verlieren und die Austria darf daheim gegen Ried nicht gewinnen. Mit Rechenspielen will sich Coach Peter Pacult aber nicht befassen, er konzentriert sich aufs Gewinnen. Der Wiener muss neben dem verletzten Markus Katzer und dem gesperrten Andreas Dober ziemlich sicher auch Markus Heikkinen (erkrankt) und Veli Kavlak (Knieprobleme) vorgeben.
Der LASK hat in der letzten Runde noch die Chance, sich auf Platz sechs vorzuschieben. Die Oberösterreicher gastieren beim Neunten Kapfenberg. Wiener Neustadt absolviert bei Absteiger Austria Kärnten einen Probegalopp. Drei Tage später tritt die Mannschaft von Peter Schöttel im Cup-Finale gegen Sturm an.





















