ORF-Generaldirektor Wrabetz "sehr froh" über 36 Live-Spiele
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hat sich am Donnerstagabend über den Rechtezuschlag für die 36 Sonntagsspiele der Fußball-Bundesliga zufrieden gezeigt.

Foto © GEPAAlexander Wrabetz
"Wir sind insgesamt sehr froh, dass wir die 36 Live-Spiele haben", so Wrabetz zur APA. Ausschlaggebender Grund für den Zuschlag waren nach Ansicht des ORF-Generals "das umfassende Paket, der Umfang der Berichterstattung, die Qualität und die Reichweitenstärke der Sender". Der ORF wird die Sonntagsspiele selbst und in HD produzieren, so Wrabetz. Für die Produktion der restlichen Matches werde die Liga Aufträge vergeben. Über die Aufteilung der 17 Mio. Euro, die Sky und ORF netto für die Übertragung zahlen, gab er keine Auskunft.
Neu ist, dass dem ORF bei einer gekürzten Ausstrahlung der Sonntagsmatches - etwa verspäteten Übertragungseinstiegen wegen anderer Programmpunkte - eine Pönale droht. Wrabetz betonte, dass Details dazu noch abgesprochen werden: "Wir werden eine Regelung finden, dass wir außer in Fällen höherer Gewalt eine Übertragungsgarantie abgeben." Dass Servus TV nicht wie ursprünglich kolportiert gemeinsam mit dem ORF an Bord ist, kommentierte Wrabetz zurückhaltend: "Wir haben immer gesagt, wir wollen die 36 Live-Spiele haben und bieten dazu die umfassende Berichterstattung." Ob Sky oder Servus TV den Zuschlag für den Rest bekomme, "war Sache der Bundesliga". Die Zusammenarbeit mit Sky sei sicher "eine funktionierende", so der ORF-General.
Für ORF-Informationsdirektor Elmar Oberhauser bietet die vorliegende Rechtesituation "wie bisher die umfassendste Information über den heimischen Fußball". Mit der Fußball-WM, der Champions League, den Spielen der Nationalmannschaft, der Bundesliga und dem ÖFB-Cup sei der ORF weiterhin unangefochten die Nummer eins in Sachen Fußball. "Bei allen ehrenwerten Versuchen, möglichst viel Geld zu lukrieren", hätten die Ligapräsidenten erkannt, "dass sie nur mit dem ORF über jene garantierte Bildschirmpräsenz verfügen, die Fans wie Sponsoren gleichermaßen zufriedenstellt", so der Informationsdirektor in einer Aussendung.





















