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Zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 um 18:34 UhrKommentare

Von Null auf Hundert in 90 Minuten

Ein Schlager zum Frühjahrs-Auftakt. Sturm empfängt am Mittwoch (20.30 Uhr) im Cup-Achtelfinale die Bullen aus Salzburg.

Enge Achtelfinal-Partie zu erwarten

Foto © Montage KLZ DIGITAL: GEPAEnge Achtelfinal-Partie zu erwarten

Zum Auftakt der Frühjahrssaison bekommen die Grazer Fußball-Fans einen Leckerbissen serviert. Das Duell Sturm gegen Salzburg (20.30 Uhr, live ORF 1) im Cup-Achtelfinale verspricht ein Offensiv-Spektakel zu werden. "Unsere Spielanlage ist offensiv, also werden wir uns auch dementsprechend präsentieren", sagt Sturm-Coach Franco Foda. "Natürlich mit dem Bewusstsein, dass Salzburg kein Kreisligist ist."

Fakt ist, beide Mannschaften müssen im ersten Bewerbsspiel des Jahres ihre volle Leistungsstärke abrufen. Mit einem Fehlstart - sprich eine Niederlage - würde man sich eine Chance auf einen internationalen Startplatz nehmen. Das Potential von Null auf Hundert abrufen zu können, dafür haben die Spieler trainiert. "Auch wenn Vorbereitungsspiele immer anders zu bewerten sind", sagt Foda. In der Startformation wird keiner der Neuen Kienast, Salmutter oder Prawda stehen. Auf der linker Außenverteidiger-Position wird wohl Christian Klem zum Einsatz kommen. Bei den Salzburgern ist der Einsatz von Marc Janko wegen dessen Knöchelblessur fraglich. "Ich werde kein Risiko eingehen", meinte dazu Salzburg-Trainer Huub Stevens, der seinen Vertrag bei Salzburg bis 2012 verlängert hat. Gewinnen will der Niederländer in Graz dennoch: "Wenn einer meiner Spieler denkt, dass ist ein Larifari-Spiel, dann soll er gleich zu Hause bleiben. Ich möchte den ÖFB-Cup gewinnen."

Unprofessionelles Verhalten

Sowohl Stevens als auch Foda sind über den Termin des Cup-Achtelfinales wenig erbaut. Während sich Foda in gemäßigter Form über die späte Beginnzeit ärgert, nimmt sich Stevens kein Blatt vor dem Mund und schimpft: "Ich bin noch immer über das völlig unprofessionelle Verhalten des Verbandes verärgert. Es ist nicht überraschend, dass der Cup in Österreich nur eine untergeordnete Rolle spielt." Die Cup-Partie wurde um ein Monat vorgezogen, da die Salzburger bei einem Aufstieg gegen Standard Lüttich (18. und 25. Februar) im März immer noch in der Europa League im Einsatz wären. Der Spieltermin am Dienstag, auf den sich beide Klubs geeinigt hatten, wurde vom ÖFB auf Mittwoch verschoben. Dies diktierte der ORF. Die treuen Fans werden dennoch ins Stadion kommen und nicht das TV-Kastl einschalten.

Übrigens: Sturm hat den ÖFB-Cup bereits dreimal (1996, 1997, 1999) gewonnen, Salzburg in der Red-Bull-Ära noch nie.


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Stiller Fan-Protest

Die Fangruppen der Nordtribüne des SK Sturm werden beim Cup-Spiel gegen Salzburg die erste Halbzeit keinen Ton von sich geben. Der stille Protest der Anhänger richtet sich gegen das neue Pyrotechnik-Gesetz.

"Das von Innenministerin Fekter ausgearbeitete Gesetz sieh die Anwendung von Pyrotechnischen Gegenständen als offensichtlich kriminelles Vergehen", heißt es u.a. in der Aussendung. Die Fan-Gruppen betonen, dass diese Aktion nicht gegen die Mannschaft gerichtet ist.

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