Der Austria reicht's: Klub zeigt Fans die kalte Schulter
Austria Wien zieht nach Fan-Ausschreitungen die Konsequenzen: In Zukunft gibt es vor der Osttribüne ein Netz, Förderungen für Fanfahrten werden gestrichen und Mitglieder von der Austria ausgeschlossen.

Foto © GEPAZuletzt kam es im Horr-Stadion immer wieder zu Vorfällen
Nach den Ausschreitungen im Rahmen des Fußball-Europa-League-Heimspiels am 3. Dezember gegen Athletic Bilbao zieht die Wiener Austria Konsequenzen. So wird laut Austria-Website www.fkaustria.at u.a. vor der Osttribüne ein Sicherheitsnetz gespannt. Zudem gibt es keine finanziellen Förderungen mehr für Fanfahrten und Choreographien, bestimmte Fangruppen bzw. deren Mitglieder werden von der Austria ausgeschlossen, das Fanzentrum wird geschlossen und das Fanprojekt in der bisherigen Form beendet.
Verschärfte Kontrollen
Die Zutrittsregeln für die Osttribüne werden verschärft. Ab der Frühjahrssaison gibt es eine massive Verschärfung der Zutrittskontrollen, ab Sommer gibt es dann nur noch einen personalisierten Abo- und Kartenverkauf für die Tribüne, das Detailkonzept dafür wird gerade erarbeitet. Wer derzeit ein Jahres-Abo auf der Osttribüne hat und sich dort nicht mehr wohl fühlt, kann ab 18. Jänner sein Abo zurückgeben oder auf eine andere Tribüne wechseln.
"Es wurden Grenzen überschritten, die inakzeptabel sind", meinte Austrias AG-Vorstand Markus Kraetschmer. Das vermutlich harte Urteil der Europäischen Fußball-Union (Uefa) steht noch aus, dennoch hat die Austria alleine im Kalenderjahr 2009 laut eigenen Angaben mindestens 135.000 Euro Strafe wegen Fanfehlverhaltens an die Liga und an die Uefa überwiesen.





















