LASK in Wr. Neustadt gegen Egalisierung von Negativrekord
Der LASK kämpft zum Abschluss der Herbstsaison am Samstag (18.00 Uhr/live Sky Konferenz) in Wiener Neustadt nicht nur um den ersten Sieg in der Ferne in dieser Saison.

Foto © GEPALinzer bereits zehn Runden sieglos und ohne Wallner
Zehn Runden sind die Linzer bereits sieglos, eine weitere Partie ohne Erfolg würde die Einstellung eines Club-internen Negativrekords in Österreichs Fußball-Oberhaus bedeuten. Beim Aufsteiger aus Niederösterreich nimmt der im letzten Duell mit den Athletikern treffsichere Sanel Kuljic aber nur auf der Bank Platz. Der ehemalige ÖFB-Teamstürmer, der den LASK beim 4:1 am 25. November mit vier Toren im Alleingang zerlegte, hatte zuletzt ein Gespräch mit Mäzen Frank Stronach. In diesem war der Vertrag des Topverdieners Thema. Dieser soll im Winter neu aufgesetzt werden, auch eine Trennung steht im Raum. Von einem Spielverbot gegen den LASK war laut Trainer Helmut Kraft aber keine Rede. "Sanel hat bei seinem Vertrag gewisse Dinge zu klären, wie es bei ihm weitergeht. Aber er ist auf alle Fälle dabei und könnte dem Spielverlauf entsprechend unter Umständen eingewechselt werden."
Mit einem Erfolg im Spiel der Tabellennachbarn und einem gleichzeitigen Punktverlust Mattersburgs würden die Neustädter auf dem sechsten Platz überwintern. Als Saisonziel hatte der Aufsteiger die Top-Fünf anvisiert. "Das war ein hohes Ziel. Wenn wir den LASK schlagen, haben wir 24 Punkte. Das ist schon einmal ein guter Polster für das Frühjahr", sagte Kraft. Vom letzten Spiel gegen die Oberösterreicher bzw. deren derzeitiger Formkurve blenden lassen will sich Kraft aber nicht. "Irgendwann geht jede Serie zu Ende." Darauf hoffen auch die Gäste, obwohl der LASK in Niederösterreich gleich drei gesperrte Spieler vorgeben muss. Neben Torjäger Roman Wallner, der mit 14 Treffern die Bundesliga-Schützenliste anführt, müssen die Athletiker auch auf Justice Majabvi und Wolfgang Bubenik verzichten. Trainer Matthias Hamann setzt deshalb auf die Psyche. "Wir hoffen einmal darauf, dass uns Wiener Neustadt unterschätzt und wir daraus Kraft schöpfen können", erklärte der Deutsche, der auch noch um den am Sprunggelenk angeschlagenen Kapitän Georg Margreitter bangt.
Erst am Donnerstag wurde der Mannschaftsrat samt Trainer bei Präsident Peter-Michael Reichel vorstellig. "Er wollte uns vor Augen führen, wie wichtig es für den Verein wäre, einen positiven Abschluss des Jahres zu erzielen", berichtete Hamann "von einem sehr offenen Gespräch". Denn in Wiener Neustadt geht es für den Achten nicht nur um den ersten Erfolg in der Ferne seit 11. April (1:0 gegen Austria Kärnten), sondern gegen einen Negativlauf. Die Linzer absolvierten in ihrer Bundesliga-Historie bisher dreimal (1987/88, 1988/89, 2000/01) Serien von elf Spielen ohne Sieg in Folge. Am Samstagabend könnte dies zum vierten Mal der Fall sein.


















