Bolat war "Mann des letzten CL-Abends" des Jahres
Der glatzköpfige Keeper köpfelte in der 95. Minute Standard Lüttich gegen AZ Alkmaar zum 1:1 und damit als Gruppen-Dritter noch in die Europa League.

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Lionel Messi, Europas Fußballer des Jahres 2009, erwärmte die Barca-Herzen im Kühlschrank Kiew und Mario Balotelli erfreute die heißblütigen Tifosi. Aber der Mann des Abends am letzten Spieltag der Champions League 2009 hieß Sinan Bolat.
Der türkische U21-Teamspieler fasste es selbst kaum. "Das ist verrückt", meinte der Retter zu seinem Coup. Außer sich vor Freude und wie von einer Tarantel gestochen war er jubilierend fast übers gesamte Spielfeld gerannt. Während die Niederländer ungläubig und verdutzt ihr Schicksal verkraften mussten, gelang es Bolats Mitspielern kaum, den entfesselten Goalie wieder einzufangen. "Es war pures Glück", sagte Bolat zum ersten Tor eines Keepers aus dem Spiel in der CL-Historie.
Auf- und durchatmen konnten auch zwei Große, deren Aufstieg bis zum Finale in der Gruppe F auf der Kippe gestanden war. "Dies ist einer der glücklichsten Tage meiner Trainerlaufbahn", sagte Coach Josep Guardiola vom FC Barcelona nach dem 2:1 in Kiew gegen Dynamo. Europameister Xavi in seinem 100. CL-Match und Messi mit einem sehenswerten Freistoßtor in der Schlussphase hatten das frühe 0:1 letztlich in ein 2:1 verwandet.
Vorlage zum 1:0 durch Samuel Eto'o und Schütze des Treffers zum 2:0-Endstand gegen Rubin Kasan: Zum Matchwinner in Mailand schwang sich Balotelli auf. Und er wurde im emotionalen Fußball-Land entsprechend gefeiert. Die "Gazetta dello Sport" schrieb sogar vom "magischen" Balotelli. "Ausgerechnet Super-Mario rettet Mourinhos Weihnachten". Von einem wackelnden Trainerstuhl wollte Jose Mourinho allerdings gar nichts wissen. "Bei Inter hat mir niemand vorher gesagt, dass mein Job auf dem Spiel stünde", meinte der Portugiese.





















