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Zuletzt aktualisiert: 22.11.2009 um 19:12 UhrKommentare

Rapidler sorgen für klare Machtverhältnisse in Wien

Die Grün-Weißen erwischten im 291. Wiener Derby einen Blitzstart und gingen als 4:1-Sieger vom Feld. Hofmann sorgte für einen Doppelpack.

Rapid ist in Wien wieder die Nummer eins

Foto © APARapid ist in Wien wieder die Nummer eins

Österreichs Fußball-Rekordmeister Rapid ist seit Sonntag wieder die Nummer eins in Wien. Die Hütteldorfer entschieden das 291. Wiener Derby gegen die Austria völlig verdient mit 4:1 (2:0) für sich und zogen damit in der Bundesliga-Tabelle am Erzrivalen (29 Punkte) vorbei. Mit einem Sieg am Mittwoch im Heim-Nachtragsspiel gegen Sturm Graz können Steffen Hofmann und Co. (31) nun auch die Tabellenspitze von Meister Red Bull Salzburg (34) aufgrund des besseren Torverhältnisses übernehmen.

In einer ausgeglichenen ersten Hälfte legten Steffen Hofmann (5./Freistoß) und Nikica Jelavic (17.) den Grundstein zum Rapid-Sieg. Nach einer Roten Karte für Austrias Jacek Bak traf Hofmann mit seinem achten Saisontreffer zum 3:0 (47.). Den Gästen, die damit weiterhin seit dem 2. Mai 2004 (2:1) im Hanappi-Stadion sieglos sind, gelang durch Matthias Hattenberger (56.) nur der Ehrentreffer. In der Schlussphase sorgte Hamdi Salihi noch für das 4:1 (89.) und für den höchsten Liga-Derby-Sieg für Rapid seit 10. März 1990 (6:3).

Packendes Derby

Zum Abschluss der 16. Runde bekamen die 17.800 Fans im ausverkauften Hanappi-Stadion eine packende Partie geboten. Die Hausherren verzeichneten dank grobem Schnitzer von Austria-Goalie Safar einen Traumstart. Der gebürtige Ungar verschätzte sich bei einer Hofmann-Freistoßflanke aus mehr als 30 Metern und musste schon nach fünf Minuten das erste Mal hinter sich greifen.

Keine Viertelstunde später war die Partie bereits vorentschieden. Unmittelbar nachdem der nach einem grippalen Infekt wieder vollkommen fitte, Payer einen Acimovic-Schuss weggefaustet hatte, kam der Ball via Boskovic-Idealflanke in den Rücken der Austria-Abwehr zu Jelavic und der Kroate ließ Safar mit einem Hechtkopfball keine Chance (17.).

Abgesehen von den beiden Gegentreffern war die Vorstellung der Austria vor der Pause durchaus zufriedenstellend, die Violetten waren ebenbürtig, aber im Abschluss nicht effizient genug. Hattenberger kam nicht richtig zum Kopfball (14.), und Payer konnte sich bei einem Schuss (17.) sowie Freistoß (33.) von dem erstmals mit einem Einzelbrustsponsor spielenden Acimovic auszeichnen.

Zur Pause wollte Austria-Coach Karl Daxbacher, der zu Beginn mit Almer, Baumgartlinger, Dragovic und Klein gleich vier A-Teamspieler auf der Bank gelassen hatte, mit der Einwechslung von Diabang als zweite Spitze frischen Schwung bringen. Die taktische Variante war allerdings schon nach rund 30 Sekunden zu vergessen: Bak riss den durchbrechenden Jelavic nach einem Eigenfehler nieder und bekam von Schiedsrichter Stuchlik zu Recht die Rote Karte präsentiert. Mit dem verhängten Freistoß, der über die Mauer hinweg genau im Kreuzeck landete, versetzte Kapitän Hofmann (47.) den Violetten endgültig den Todesstoß. Es war der 57. Bundesliga-Treffer (13. via Freistoß) des Regisseurs.

Ehrentreffer

Die Gäste steckten aber trotz der numerischen Unterlegenheit nicht auf und kamen auch zumindest zum Ehrentreffer. Nach einem Acimovic-Freistoß drückte Hattenberger den Ball volley über die Linie (56.). Die Rapidler begnügten sich in Anbetracht der bevorstehenden zwei richtungsweisenden Wochen mit den Spielen gegen Sturm Graz (Mittwoch/Nachtrag), Salzburg (Sonntag/Meisterschaft) und dem Hamburger SV (2. Dezember/Europa League/beide auswärts) mit dem Verwalten des Resultats.

Jelavic (66.), Kavlak und Trimmel (81.) fanden bei den besten Chancen in der zweiten Hälfte ihren Meister in Safar, ehe Salihi in einer Aktion zweier Einwechselspieler nach schöner Vorarbeit von Kavlak noch auf 4:1 (89.) erhöhte. Rapid hat nach dem 121 Derby-Sieg (bei 65 Remis und 105 Niederlagen/Torverhältnis 562:476) nun von den jüngsten 32 Liga-Partien im eigenen Stadion nur zwei verloren.

Für die Austria war es bereits die dritte Auswärtsniederlage in Serie nach dem 0:1 in Kapfenberg und dem 3:4 in Wiener Neustadt. Wollen die Violetten im Titelkampf nicht zu viel an Boden verlieren, müssen sie die Auswärtsnegativserie noch vor der Winterpause beenden, geht es doch für Acimovic und Co. nach dem Heimspiel gegen Austria Kärnten am Samstag noch nach Ried (6. Dezember) und zu Sturm Graz (13. Dezember).


Fakten

SK Rapid Wien - FK Austria Wien 4:1 (2:0)
Hanappi-Stadion, 17.800 (ausverkauft), SR Stuchlik

Torfolge:
1:0 (5.) Hofmann (Freistoß)
2:0 (17.) Jelavic
3:0 (47.) Hofmann (Freistoß)
3:1 (56.) Hattenberger
4:1 (89.) Salihi

Rapid: Payer - Kulovits, Soma, Patocka, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Pehlivan (85. Salihi), Boskovic (34. Kavlak) - Gartler (55. Trimmel), Jelavic
Austria: Safar - Standfest, Bak, Ortlechner, Suttner - Hattenberger - Sulimani (75. Klein), Junuzovic, Liendl (46. Diabang), Acimovic - Schumacher (49. Dragovic)

Rote Karte: Bak (46./Notbremse)
Gelbe Karten: Kulovits bzw. keine

16. Runde

Rapid - Austria Wien 4:1
Austria Kärnten - Mattersburg 0:3
Sturm Graz - Ried 0:2
KSV - Salzburg 0:2
Wr. Neustadt - Lask abgesagt

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1 1 2 1 3 1 4 1 5 X 6 2 7 2 8 2 9 X 10 X 11 1 12 1

Ergebnisse 20. Runde vom 19.05.2013, alle Angaben ohne Gewähr.



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