Hoffenheim-Spieler outete Kampf gegen Depressionen
Der Freitod des Fußball-Torhüters Robert Enke von Hannover 96 hat zum Nachdenken über Depressionen im Spitzensport geführt und einige zum Outen veranlasst.

Foto © APAJosip Simunic
So gestand jetzt Josip Simunic, Clubkollege der Österreicher Andreas Ibertsberger und Ramazan Özcan in den Reihen des deutschen Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim, mit Depressionen gekämpft zu haben. "Ich wollte mit Fußball aufhören. Ich war stark depressiv, körperlich am Ende", erzählte der Kroate der Zeitung "Sport Bild".
Über seine Zeit beim Hamburger SV und bei Hertha BSC sagte er, zum Teil sieben Tage hintereinander keine Minute geschlafen zu haben. Gerd Driehorst, der frühere Mentaltrainer des 31-Jährigen, berichtete über den Abwehrspieler: "Er hatte jeden Tag Versagensängste und Selbstzweifel."
Zu den Themen Enke-Tod und Depressionen meldete sich auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Wort. Der Suizid des Hannover-Torhüters habe deshalb so viele Menschen berührt, "weil sich an einem berühmten Beispiel etwa zeigt, wovor viele Angst haben und was viel öfter passiert, als wir es uns vor Augen führen", erklärte die Regierungschefin der Wochenzeitung "Zeit".
Wenn man krank sei oder etwas nicht könne, sollte man es ruhig sagen, meinte die CDU-Politikerin und gab zu, dass auch in der Politik psychische Erkrankungen tabuisiert würden.


















