Tausende bei Trauerandacht für DFB-Teamgoalie Enke

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Einen Tag nach dem plötzlichen Tod des deutschen Nationaltormanns Robert Enke haben am Mittwochabend Angehörige, Mannschaftskameraden und Fans bei einer Trauerfeier in der hannoverschen Marktkirche des Verstorbenen gedacht. An der Andacht nahmen auch DFB-Präsident Theo Zwanziger, Bundestrainer Joachim Löw, Teamkapitän Michael Ballack sowie zahlreiche Spieler und Offizielle von Hannover 96 teil.
Zu der Trauerfeier waren rund 2.000 Menschen gekommen. Nur die Hälfte fand in der Marktkirche Platz. Nach der Andacht formierten sich etwa 35.000 Fans zu einem Trauerzug zur AWD Arena, dem Stadion von Hannover 96, wo 18 Kondolenzbücher auflagen. Der DFB hat sich unterdessen entschlossen, das für Samstag in Köln angesetzte freundschaftliche Länderspiel gegen Chile abzusagen.
Der Nationaltorhüter habe vieles verlassen, "was ihm kostbar und wertvoll gewesen" sei, sagte Bischöfin Käßmann. "Robert Enke hat nicht gewollt, dass ihm jemand auf diesem Weg folgt - er hat das Leben geliebt und hat um das Leben gekämpft", sagte sie. Der Hannover 96 verbundene Pfarrer Heinrich Plochg würdigte das soziale Engagement des Verstorbenen.
Zuvor war am Mittwoch bekannt geworden, dass der Torhüter bis kurz vor seinem Selbstmord wegen Depressionen unter medizinischer Betreuung gestanden war. Nach Angaben seiner Witwe Teresa hat Enke jahrelang unter schweren Depressionen und Versagensängsten gelitten und sich erstmals im Jahr 2003 in Behandlungen begeben.
Enke habe seine Krankheit geheim halten wollen, um sein Privatleben zu schützen und seine Karriere als Fußball-Profi nicht zu gefährden. "Ich habe versucht, für ihn da zu sein", sagte Teresa Enke. In seinem Abschiedsbrief habe sich Enke bei seiner Familie und seinem Arzt entschuldigt, sie über seinen Zustand in den vergangenen Wochen getäuscht zu haben, um seine Selbstmordpläne verwirklichen zu können.
Neben seiner Frau hinterlässt der 32-Jährige die im Mai adoptierte Tochter Leila. Seine leibliche Tochter Lara war 2006 im Alter von zwei Jahren an einer Herzkrankheit gestorben.





















