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Zuletzt aktualisiert: 05.11.2009 um 11:29 UhrKommentare

Rapid brennt auf die Revanche

Die Wiener brauchen gegen Hapoel Tel Aviv Punktezuwachs. Coach Peter Pacult hofft unter anderem auf Stärken bei Standards und die mangelnde Wetterfestigkeit der Israelis.

Markus Heikkinen soll rechtzeitig fit werden

Foto © GEPAMarkus Heikkinen soll rechtzeitig fit werden

Der SK Rapid steht vor der vierten Runde in der Fußball-Europa-League unter Zugzwang. Die Hütteldorfer müssen am Donnerstag (19.00 Uhr/live Sky) im Heimspiel im ausverkauften Happel-Stadion gegen Hapoel Tel Aviv unbedingt punkten, um in Gruppe C weiter im Aufstiegsrennen zu bleiben.

Durch die 1:5-Schlappe in Tel Aviv wurde die optimale Ausgangsposition nach dem 3:0 gegen den Hamburger SV und dem 1:1 in Glasgow gegen Celtic verspielt. Rapid fiel mit vier Punkten hinter den Hamburger SV (6/am Donnerstag daheim gegen Schlusslicht Celtic) und Hapoel (6) zurück.

Dennoch wäre laut Trainer Pacult auch im Falle eines Remis noch nicht alles verspielt. "Viel würde sich dadurch nicht ändern. Die Israelis wären weiter zwei Punkte vor uns und müssen noch nach Glasgow und dann gegen den HSV spielen. Das wäre dann für sie auch noch nicht in trockenen Tüchern."

Keine Rechenspiele

Mit Rechenspielen will sich der 50-Jährige, der am Dienstag die Mannschaft und die Club-Mitarbeiter anlässlich seines runden Geburtstags in der Vorwoche in ein Wiener Innenstadt-Lokal zum Essen einlud, aber ohnehin nicht befassen. "Wir müssen auf uns schauen und so viele Punkte wie möglich machen. Abgerechnet wird dann nach dem letzten Spiel."

Abgesehen von Hannes Eder (Entzündung im Fersenbereich) kann der Wiener voraussichtlich auf alle Kaderspieler zurückgreifen, zuletzt meldete sich auch Markus Heikkinen nach überstandener Adduktorenverletzung wieder fit. "Wir müssen aber noch abwarten, wie er auf das Mittwoch-Training reagiert", sagte Pacult. Bei der Niederlage in Tel Aviv war der finnische Mittelfeldspieler schmerzlich vermisst worden. "Ohne Heikkinen sind wir offensiver ausgerichtet, weil ich dann lieber das Risiko mit Pehlivan und Boskovic im Zentrum gehe. Und Boskovic ist bekanntlich in der Defensive nicht allzu stark."

Bei einer Rückkehr von Heikkinen würde Boskovic wohl wie gegen den HSV auf die linke Seite wechseln und Veli Kavlak über die rechte Flanke agieren, zumal Christopher Trimmel wegen einer Oberschenkelblessur auch am Mittwoch nicht mit der Mannschaft trainierte. Als Solo-Spitze wird wieder Nikica Jelavic erwartet, der in Israel in der ersten Hälfte zwei Top-Chancen vergab.

"Auf unsere Stärken schauen"

"Da waren wir bis zum Tausendguldenschuss zum 1:2 zumindest ebenbürtig. Entscheidend war dann das dritte Tor der Israelis, dann sind sie richtig aufgekommen, so wie wir gegen den HSV", erklärte Pacult, für den das Resultat des ersten Duells nicht das wahre Kräfteverhältnis widerspiegelt. "Natürlich ist Hapoel eine gute, flexible, sehr bewegliche Mannschaft, aber wir müssen auf unsere Stärken schauen."

Dazu zählt unter anderem die Qualität bei ruhenden Bällen. "Wenn wir im Spiel nicht durchkommen, können wir sie sicher über Standards erwischen. Das hat man auch in Israel gesehen, da war fast jede Standard-Situation gefährlich", meinte Pacult. Ein weiterer Hoffnungsschimmer ist auch die für Israelis ungewohnte Witterung mit nur wenigen Plusgraden. "Sie werden dieses nasskalte Wetter sicher nicht so gewohnt sein, aber es liegt an uns, das auszunützen."

Und wenn sich Hapoel, das wieder auf den zuletzt gesperrt gewesenen Abwehrchef Badir zurückgreifen kann, auch von den kalten Temperaturen nicht beeindrucken lässt, so hat Rapid immer noch ein ausverkauftes Happel-Stadion hinter sich. "Bei so einem Wetter sind wir in der Pflicht, eine gute Leistung zu bringen, damit es dem Publikum warm ums Herz wird. Doch wir müssen die Fans auch so anstacheln, dass sie mitgehen können", forderte Pacult.


Fakten

Für die Partie sind zwar keine Karten mehr erhältlich, dennoch werden "nur" 49.000 Zuschauer im Prater-Oval Platz nehmen. Von den 2.700 für Hapoel reservierten Tickets benötigte der israelische Vizemeister nur 1.000, die restlichen Karten dürfen aus Sicherheitsgründen nicht verkauft werden.

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