Deutsches Nord-Derby von Krawallen überschattet
Erhitzte Gemüter beim deutschen Zweitligaspiel zwischen Hansa Rostock und St. Pauli: Zwischen randalierenden Fußballfans und der Polizei kam es zu schweren Auseinandersetzungen.
Quelle © YouTube Randale nach Spiel gegen St. Pauli in Rostock
Das Nord-Derby der 2. deutschen Fußball-Bundesliga zwischen Hansa Rostock und dem FC St. Pauli aus Hamburg ist wie schon in den Vorjahren von Fan-Ausschreitungen überschattet gewesen. Nach der 0:2-Heimniederlage Rostocks lieferten sich Fans in der Nacht auf Dienstag Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften. Dabei wurden nach einer vorläufigen Bilanz 27 der 1.500 eingesetzten Beamten verletzt und 23 Randalierer in Gewahrsam genommen.
Wasserwerfer kamen zum Einsatz
Über Verletzte aufseiten der Krawallmacher lagen zunächst keine Berichte vor, wie es vonseiten der Polizei hieß. Eine größere Gruppe Hansa-Fans hatte den Angaben der Behörden zufolge versucht, die von der Polizei abgeschirmten abreisenden St.-Pauli-Anhänger anzugreifen. Dabei seien Steine und Flaschen auf Polizeibeamte geflogen. Die Polizei verhinderte letztlich mit dem Einsatz von Wasserwerfern eine direkte Konfrontation der Fangruppen. Knapp zwei Stunden nach Spielende hatte sich die Lage beruhigt.
Schon bei der Ankunft der beiden Sonderzüge aus Hamburg hatte die Polizei eingreifen müssen, als St.-Pauli-Fans Flaschen und Feuerwerkskörper auf Anhänger von Rostock warfen. Im Stadion brannten Fans nach dem ersten Treffer erneut Feuerwerkskörper ab. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer unterbrach die Partie deshalb für etwa drei Minuten. Im Jubel um das zweite Hamburger Tor provozierte Torschütze Deniz Naki die Heimfans zusätzlich. Trainer Holger Stanislawski entschuldigte sich daraufhin für das Verhalten von Fans und Spielern und kündigte Konsequenzen an.




















