Rapid gegen SVM um Rehabilitierung für Europa-League-Schmach
Laut Pacult wird die Mannschaft versuchen, das 1:5 "so gut wie möglich zu verarbeiten".

Foto © GepaTrainer Peter Pacult
Für den SK Rapid geht es am Sonntag in der österreichischen Fußball-Bundesliga vor eigenem Publikum gegen den SV Mattersburg um die Rehabilitierung für das 1:5 in der Europa League gegen Hapoel Tel Aviv. Drei Punkte benötigen die Hütteldorfer aber nicht nur zur Imagepolitur, sondern auch um am Spitzentrio Salzburg, Austria und Sturm dranzubleiben. Mattersburg peilt im Hanappi-Stadion nicht nur den zweiten Auswärtserfolg, sondern auch das zweite Tor in der Ferne in dieser Saison überhaupt an.
Vergangenheitsbewältigung seit schwerer Schlappe
Seit der schweren Schlappe in Israel ist im Lager des in der Liga viertplatzierten Rekordmeisters vor allem Vergangenheitsbewältigung angesagt. "Wir werden versuchen, das 1:5 so gut wie möglich zu verarbeiten", erklärte Trainer Peter Pacult, der gegen die Burgenländer auf den gesperrten Nikica Jelavic und den verletzten Markus Heikkinen verzichten muss.
Heikkinen war schon in Tel Aviv schmerzlich vermisst worden, zumal beim zweiten defensiven zentralen Mittelfeldspieler Yasin Pehlivan - so wie auch bei manchen seiner Kollegen - die Verschleißerscheinungen aufgrund der seit Juli andauernden Doppelbelastung immer stärker werden. Pacult überlegt daher, für die Sonntag-Partie einige Änderungen vorzunehmen. "Aber man darf auch nicht gleich alles über den Haufen werfen. Man wird sehen, wie die Spieler im Training reagieren und wie sie das Hapoel-Match körperlich und vom Kopf her verdaut haben."
Immerhin bekommen es die müden Rapid-Beine nicht mehr mit derart flinken Füßen wie in Tel Aviv zu tun, denn die Mattersburger pflegen einen anderen Stil als der israelische Vizemeister. "Wir treffen auf einen Gegner, der von der Art her ganz anders als Hapoel ist", sagte Pacult.
15 Gelbe Karten
Allein 15 Gelbe Karten und zwei Ausschlüsse seitens Rapid im ersten Saisonduell, das Mattersburg zu Hause 2:1 für sich entschied, beweisen eindrucksvoll, dass die Burgenländer nicht die technisch feine, sondern die kämpferisch Linie bevorzugen. Dass man in Hütteldorf nichts zu verlieren habe, wollte Trainer Franz Lederer jedenfalls so nicht stehen lassen. "Wir wollen auch versuchen, dort Punkte mitzunehmen. Sicher sind wir enttäuscht, wenn wir dort verlieren", meinte Lederer, der seit 23. August (1:0 in Kapfenberg) auf den zweiten Auswärtstreffer seines Teams in dieser Spielzeit wartet.
Mit der Niederlage in Tel Aviv beschäftigen wollte sich der Coach des Tabellensechsten ("Ich konzentriere mich auf meine Mannschaft") nicht. Man werde versuchen, diszipliniert zu spielen und das Kurzpassspiel der Wiener unter Kontrolle zu bringen. Ziel sei es aber, auch auswärts "im Spiel nach vorne Mut zu entwickeln". Ilco Naumoski, zuletzt Hattrick-Torschütze gegen den LASK, soll dabei auch in der Ferne seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellen. Bisher hat der sechsfache Torschütze nur im heimischen Pappelstadion getroffen.




















