"Hier entscheide ich": Maradona kämpft um seinen Kopf
In Argentinien steht Teamchef Diego Maradona bereits ordentlich unter Beschuss. Doch der glücklose frühere Weltstar lässt sich "von niemand etwas vorschreiben".

Foto © ReutersDiego Maradona hat es in seiner Heimat derzeit nicht leicht
Diego Maradona hat nach seiner Heimkehr von einer Diätkur in Italien seinen Anspruch als Fußball-Teamchef Argentiniens nachdrücklich bekräftigt. "Hier entscheide ich. Alle werden angehört, aber die letzte Entscheidung liegt bei mir", sagte der glücklose frühere Weltstar am Donnerstag in Buenos Aires. Seinen Kritikern ließ er außerdem ausrichten, dass er sich "von niemand etwas vorschreiben lasse."
Die Besserwisser hatten Maradona nach mehreren Niederlangen in der Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika und seiner "'Flucht" nach Europa fast schon abgeschrieben gehabt. AFA-Verbandschef Julio Grondona hatte Carlos Bilardo als Interimstrainer eingesetzt. Nach seiner Rückkehr nominierte der Teamchef einen 19-Mann-Kader für das Testspiel am Mittwoch in Cordoba gegen Ghana.
Oldie Ariel Ortega nominiert
Er berücksichtigte nur Spieler aus der nationalen Liga, die Bekanntgabe des Aufgebots für die zwei entscheidenden Quali-Partien gegen Peru (10. Oktober) und Angstgegner Uruguay (14. Oktober) kündigte der Teamchef für Freitag an. Gegen die Afrikaner wurde auch Oldie Ariel Ortega von River Plate Buenos Aires nominiert. Der 35-Jährige, der zwischen 1994 und 2002 an drei WM-Turnieren teilnahm, hat zuletzt vor sechs Jahren den Teamdress getragen.
Maradona bekräftigte sein grundsätzliches Vertrauen in seine Spieler. "Sie sind alle sehr gut. Ich bin mir sicher, dass sie wieder zeigen werden, wozu sie fähig sind", sagte der Weltmeister von 1986. Die "Gauchos" sind in der Südamerika-Ausscheidung für Südafrika nur Tabellenfünfter, was lediglich zu einer Barrage um eine WM-Fahrkarte berechtigen würde.





















