Stefan Maierhofers Derby-Tor für den Weltfrieden
Stefan Maierhofer war am Sonntag beim Wiener Fußball-Derby anscheinend auf großer Mission. Rapids Showman erzielte im Derby sein erstes Liga-Tor der Saison und feierte per Friedenstaube.

Foto © GEPAStefan Maierhofer
Der Rapid-Stürmer feierte seinen Ausgleichstreffer zum 1:1 gegen die Austria mit einer durch seine Hände geformten Friedenstaube vor der Brust. "Ich bin für Weltfrieden", gab der Showman, der seine Tore auch schon als Phantom von Hütteldorf, Muttertaggratulant oder mit Tattoo-Strumpf gefeiert hat, danach zur Aufklärung zu Protokoll. Die Jubelgeste war eigentlich für seinen offensichtlich eingeweihten Teamkollegen Mario Konrad bestimmt gewesen. Doch Maierhofers Sprint zur Rapid-Bank war umsonst, denn Konrad hatte sich gerade beim Aufwärmen befunden. Dennoch war Maierhofers Erleichterung über sein erstes Liga-Tor in dieser Saison extrem groß, denn davor hatte der 27-Jährige seine Chancen teilweise stümperhaft verhaut.
"Ich werde dafür bezahlt"
Deswegen war der ÖFB-Teamstürmer auch trotz seines Tores nicht rundum zufrieden. "Es ist ärgerlich, dass wir trotz unserer Chancen nur einen Punkt geholt haben. Aber die Zuschauer sind voll auf ihre Rechnung gekommen und haben viele Strafraumszenen und Torchancen gesehen." Speziell vor der Pause hatte "der Lange", wie er bei Rapid genannt wird, Topchancen in Hülle und Fülle. "Ich werde dafür bezahlt, dass ich solche Bälle reinhaue. Aber ich bin auch nur ein Mensch. Ich hatte in diesem Spiel zu 60 Prozent Pech und zu 40 Prozent Glück", meinte Maierhofer.
Seine im Sommer aufgrund der Rochaden im Rapid-Trainerteam entstandenen Differenzen mit Coach Peter Pacult scheinen zumindest bis auf weiteres ausgeräumt zu sein. Pacult schenkt Maierhofer das Vertrauen, weist diesen aber immer wieder auch darauf hin, dass er sich eigentlich ausschließlich aufs Fußballspielen konzentrieren sollte. "Wenn sich der Lange auf das konzentriert, was ihn stark macht, dann ist er eine echte Stütze für die Mannschaft", weiß Pacult, der punkto Showfaktor kaum unterschiedlicher als Maierhofer sein könnte.














-Anzeigen






