Historische Watsch'n für den AC Milan
Gegen Inter fasste Milan mit der schallenden 0:4-Ohrfeige die höchste Derby-Niederlage seit 99 Jahren aus. In Deutschland kletterte Hamburg mit einem 3:1 beim FC Köln an die Tabellenspitze.

Foto © GEPAInter hat leicht lachen
Die italienische Zeitung "Tuttosport" brachte es ungeschminkt auf den Punkt: "Inter klatscht Milan an die Wand." Für wahr, war das 0:4 in der zweiten Runde der Serie A doch die höchste Derby-Niederlage für den AC seit 99 Jahren. Die Lokalrivalen trennten nach Toren von Thiago Motta (31.), Diego Milito (36./Elfmeter), Maicon (45.) und Dejan Stankovic (67.) fußballerisch Welten. "Und dabei sind wir erst halb so gut wie in der vergangenen Saison", sagte Mourinho, der allerdings auch am Boden der Realität blieb. Der von Real Madrid gekommene Wesley Sneijder spielte sich gleich bei seinem ersten Auftritt im Inter-Dress in den Vordergrund. "Er passt perfekt zu uns", war Mourinho mit dem erst einen Tag zuvor verpflichteten Niederländer zufrieden. Der AC schwächte sich schon vor der Pause durch eine Gelb-Rote Karte für Gennaro Gattuso (40.) nach einem bösen Foul selbst. "In solchen Situationen muss sich Gattuso im Griff haben", schimpfte Milan-Coach Leonardo, dessen Team in Unterzahl völlig einbrach.
Deutschland und Spanien
In Deutschland heißt der neue Tabellenführer HSV. Die Hamburger demontierten den nach wie vor sieglosen 1. FC Köln dank Toren von Guerrero (19./66.) und Trochowski (86./Elfmeter) mit 3:1. Die noch ungeschlagenen Hanseaten haben damit zum fünften Mal en suite mindestens drei Treffer erzielt. Im zweiten Sonntagsspiel feierte Bremen ohne den verletzten Sebastian Prödl ein 3:2 bei Hertha BSC. Einen gelungenen Saisonstart legte die Millionen-Truppe von Real Madrid hin. "Wir werden langsam immer besser. Das Wichtigste ist, dass wir mit einem Sieg in die Meisterschaft gestartet sind", sagte Cristiano Ronaldo nach dem knappen 3:2 über La Coruna. Der Weltfußballer 2008, der wie sein Kollege Kaka zumindest ansatzweise sein Können aufblitzen ließ, erzielte aus einem Elfmeter in der 34. Minute das 2:0. Die weiteren Real-Treffer steuerten Raul (25.) und Lassana Diarra (60.) bei. Den Ehrenanstoß hatte übrigens der jamaikanische Supersprinter Usain Bolt durchgeführt. "Ich glaube, ich könnte auch mit dem Ball am Fuß 100 Meter in weniger als zehn Sekunden laufen", witzelte der Weltrekordler über 100 und 200 m im Bernabeu-Stadion.





















