Bei Manchester United läuten noch nicht die Alarmglocken
Der donnernde Volley, mit dem Blake das Tor zum 1:0-Sensationssieg gegen ManU schoss, hat im Fußball-England etliche aufgeschreckt.

Foto © APWayne Rooney
Denn es war die erste Niederlage von ManUnited in der Liga gegen einen Aufsteiger seit vier Jahren und 17 Siegen in Folge und für manche die Bestätigung, dass der Titelverteidiger nach dem Abgang von Superstar Cristiano Ronaldo zu Real Madrid und auch Carlos Tevez zu Manchester City nicht unerheblich an Qualität eingebüßt hat.
Frischer Wind
Der Portugiese schoss in den vergangenen zwei Saisonen immerhin 70 Tore und bereitete rund 30 weitere vor, während der oft eingewechselte Argentinier in vielen Spielen für frischen Wind gesorgt hatte. "Ronaldo machte oft den Unterschied zugunsten von United aus. Er war in den zwei vergangenen Jahren der beste Spieler der Welt", sagte der ehemalige schottische Internationale Graeme Souness, der einst für Liverpool gespielt und später auch als Trainer gearbeitet hatte. Chelsea-Star Frank Lampard meinte: "Niemand kann ihn ersetzen - abgesehen von Messi. Der ist der einzige Spieler, der das könnte."
Sein Landsmann Alex Ferguson gestand ein, dass das 0:1 "ein böser Schlag für uns gewesen ist". Zwar werde jeder sagen, dass ManU zum Saisonstart nie gut ist und erst so richtig ab Oktober in Schwung komme, "aber diese Spiele sollten wir dennoch nicht verlieren", meinte der Manager, dessen Elf in Runde eins mit dem 1:0 daheim gegen Birmingham, einem weiteren Aufsteiger, auch nicht gerade brilliert hatte.
Neuerwerbung
Aber immerhin muss der Champions-League-Finalist derzeit auch auf die verletzten Edwin van der Sar, die Innenverteidiger Rio Ferdinand, Nemanja Vidic sowie die Mittelfeldakteure Owen Hargreaves und Darren Fletcher verzichten. Im Sturm ist Neuerwerbung Michael Owen noch nicht der alte und hat der Bulgare Dimitar Berbatow bisher jene Torjäger-Qualitäten vermissen lassen, die er bei Leverkusen und Tottenham gezeigt hatte. Bleibt vor allem Wayne Rooney, dem nur noch ein einziger Treffer zu 100 Toren für Manchester United fehlt.
Englands Fußball-Titelverteidiger Manchester United muss rund vier Wochen ohne Rio Ferdinand auskommen. Der Abwehrspieler hat sich eine Oberschenkelverletzung zugezogen und wird damit auch das WM-Qualifikationsspiel von England gegen Kroatien am 9. September verpassen. Ferdinand hatte auch schon die ersten beiden Saisonspiele des Champions-League-Finalisten verletzungsbedingt verpasst.
Schlechte Nachrichten gab es auch für den Ligakonkurrenten Fulham. Der englische Stürmer Andy Johnson hat am Donnerstagabend im Europa-League-Qualifikations-Hinspiel gegen Amkar Perm (3:1) einen Schlüsselbeinbruch erlitten und wird rund acht Wochen ausfallen.





















