Rapid Wien spielt gegen den "Fluch" von der britischen Insel
Aus österreichischer Sicht ist Rapid gegen Aston Villa der Schlager. Aber: 14 Mal hatten die ÖFB-Klubs gegen die Briten das Nachsehen.

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Von allen vier österreichischen Europacup-Startern steht der österreichische Fußball-Rekordmeister SK Rapid am Donnerstag (19.15 Uhr/live in Konferenzschaltung auf ORF1) wohl vor der schwierigsten Aufgabe. Die Hütteldorfer treten im Hinspiel der vierten und letzten Qualifikationsrunde für die Europa-League-Gruppenphase im Hanappi-Stadion gegen den englischen Spitzenclub Aston Villa an und kämpfen dabei auch gegen einen "Fluch" - in 14 K.o.-Duellen mit Teams von der Insel zogen immer die heimischen Vertreter den Kürzeren.
Für Trainer Peter Pacult ist diese Statistik eher ein zusätzlicher Ansporn als ein Grund zur Schwarzmalerei. "Ich habe den Spielern gesagt, dass sie gegen Aston Villa ein Stück Rapid-Geschichte schreiben können", verriet der Wiener und erinnerte in diesem Zusammenhang an einige erfolgreiche Europacup-Auftritte der Grün-Weißen. "Rapid hat eine gewisse Europacup-Vergangenheit. Selbst wenn es einmal in der Meisterschaft nicht so gelaufen ist, war Rapid im Europacup immer für außergewöhnliche Leistungen gut. Ich hoffe, das gelingt uns auch in diesen zwei Spielen."
Die Defensive als Schwachpunkt
Vor zehn Tagen saß der Coach beim 1:0-Testspiel-Sieg der Engländer gegen Fiorentina im Villa-Park, außerdem besitzt er drei DVDs von Heimspielen des Meistercup-Siegers von 1982 und wurde von Chefscout Fritz Riedmüller über die 0:2-Niederlage am Samstag gegen den Paul-Scharner-Club Wigan informiert. Auf Tipps von Scharner verzichtete Pacult. "Wir haben so viele Infos eingeholt, ich wüsste nicht, was er uns viel Neues sagen könnte."
Aufgrund seiner Erkenntnisse wittert Pacult, der auf den gesperrten Stefan Maierhofer sowie auf die rekonvaleszenten Branko Boskovic und Veli Kavlak verzichten muss, eine Chance. "Wir haben ballsichere Spieler, da könnte es möglich sein, dass wir uns durchspielen können." Als Schwachpunkt bei Aston Villa gilt die Defensive, dafür bezeichnete der 49-Jährige die Angriffs-Abteilung sowie Goalie Brad Friedel als Prunkstück. "Die zwei Stürmer (Anm.: Heskey und Agbonlahor) und die zwei Außenspieler (Milner und Young) sind sehr stark."
Bei einem Weiterkommen wartet neben Rapid auch auf Austria Wien (in Donezk) und Sturm Graz (zu Hause gegen Charkiw) ein nicht unangenehmer Geldregen. Der Nachfolgebewerb des UEFA-Cups schüttet bereits als Startgeld an jeden Klub 600.000 Euro aus. Für jedes der nun sechs anstelle der im UEFA-Cup vier Gruppenspiele gibt es noch einmal fix 50.000 Euro.




















