20 Steirer erobern neun Fußball-Länder
Steirerblut ist kein Himbeersaft: Gleich 20 steirische Fußballer sind in der kommenden Saison im Ausland engagiert. Unter ihnen gibt es auch Exoten.

Foto © GEPAMarko Stankovic
Jimmy Hoffer sorgt zwar mit seinem Wechsel zu Napoli für großes Aufsehen. Doch auch die Steirer wagen immer öfter den Sprung über die Grenzen. Aktuell verdienen bereits 20 steirische Fußballer ihr Geld im Ausland. Wie Hoffer setzen vier steirische Akteure auf Italien. Ex-Sturm-Kapitän Jürgen Säumel geht in seine zweite Saison beim FC Torino. Bitter nur, dass der 24-Jährige den Abstieg miterleben musste. Eine Klasse tiefer kommt es immerhin zu einigen Steirer-Derbys. Denn neben Torino sind mit Frosinone (Dieter Elsneg und Robert Gucher) und Triestina (Marko Stankovic) in der Serie B gleich drei Klubs mit heimischen Kickern versorgt.
Blickt man nach England, könnte es überraschenderweise eine steirische Beteiligung in der Premier League geben. Georg Grasser hat sich nämlich einen Platz im Kader von West Ham erkämpft. Emanuel Pogatetz (Middlesbrough) und Johannes Ertl (Crystal Palace) müssen sich in der First Division messen.
Der Europacup wartet
Nach einem halbjährigen Gastspiel bei den Grasshoppers Zürich ist Roland Linz zurück in Portugal. Bei Europa League-Teilnehmer Braga, wo ein neuer Trainer am Werk ist, hofft der Obersteirer auf einen Neustart - ebenso wie Dominique Taboga bei Tromsö in Norwegen. Wahrlich exotische Klubs sicherten sich die Dienste von Bernhard Schachner und Andreas Pichlbauer. Denn selbst die größten Fußballexperten werden ihre Probleme damit haben, aus dem Stegreif Details über den JK Tammeka oder die Rochedale Rovers parat zu haben. Tammeka hat seine Heimstätte in Tartu, der zweitgrößten Stadt Estlands. Schachner versucht sein Glück also ab sofort im Baltikum. Bereits seit Anfang des Jahres ist Pichlbauer in Australien zugegen. Grund für das Abenteuer war seine Freundin, die ihre Doktorarbeit in Brisbane fertig stellt. Seither zeigt der Hartberger im Land der Kängurus seine fußballerische Klasse.
Vier Damen bei Bayern
Die attraktivste Adresse aller Steirer darf sich ein Damen-Quartett an die Fahnen heften. Sarah Puntigam, Stephanie Schachner, Viktoria Schnaderbeck und Carina Wenninger stehen bei Bayern München unter Vertrag. Konträr zu den Herren, die bereits 21 Meisterschaften gewonnen haben, gilt der Damen-bereich als Ausbildungsstätte. Immerhin ging bisher ein Meistertitel auf das Konto der Frauen. Deutschland ist ohnehin das Land, in dem die meisten weiß-grünen Legionäre aktiv sind. Mit Martin Harnik und Sebastian Prödl mischen gleich zwei Spieler in der deutschen Bundesliga mit - und das bei Cupsieger Werder Bremen. In der zweiten Liga wartet der Lankowitzer Andreas Lasnik bei Alemannia Aachen auf den Durchbruch. Weststeirische Wurzeln hat auch Michael Gspurning. Dem 28-Jährigen gelang mit starken Leistungen bei Xanthi (Griechenland) der Sprung ins Nationalteam. Ekrem Dag darf mit Besiktas Istanbul sogar Champions League-Luft schnuppern.





















