FC Kärnten: Der Verband sorgt für Wirbel
FC Kärnten will mit Sachsenburg-Spielern in der Kärntner Liga antreten. Unterliga West soll mit nur 15 Vereinen gespielt werden. Heftige Proteste betroffener Klubs.

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Der FC Kärnten neu soll jetzt wirklich erscheinen, unter altem Namen und ungeachtet des Konkurses. Masseverwalter Kurt Hirn hat die Nennung für die Kärntner Liga nach dem Platzen des Plans einer Spielgemeinschaft mit Sachsenburg nicht zurückgezogen. Die Mannschaft aber wird laut Hirn unter dem Titel "FCK" zum überwiegenden Teil aus den Spielern des Oberkärntner Vereins gebildet werden. Sie sollen in der am 5. Juli beginnenden Übertrittszeit nach Klagenfurt transferiert werden.
Harte Kritik. Dieser Umstand und die Folgewirkungen sorgen für Aufruhr in der Kärntner Fußball-Landschaft. Der Verband muss sich wegen für die betroffenen Klubs nicht nachvollziehbarer Entscheidungen harte Kritik gefallen lassen. Denn da sich Sachsenburg wegen fehlender Spieler aus der Unterliga West zurückziehen dürfte, könnte Arnoldstein als Sieger der Relegation aufsteigen. Dies bleibt dem Team aber verwehrt, denn der Verband entschied, die Meisterschaft in diesem Fall - analog zur Regionalliga Mitte bei Vöcklabruck-Ausstieg - mit nur 15 Vereinen auszutragen.
Protestnote. Das Kuriosum findet also zwei Klassen tiefer seine Fortsetzung. Bürgermeister Erich Kessler, der Präsident des Klubs, hat bereits eine Protestnote abgeschickt. "Vier Spiele waren völlig umsonst. Das ist verantwortungslos den Sportlern gegen über. Ich verstehe nicht, warum sich der Verband da nicht flexibler zeigt", so Kessler. Durch die FCK-Teilnahme bleibt Landskron Liga-Absteiger und auch die Maria Saaler Hoffnungen auf einen Aufstieg in die Landesliga haben sich damit zerschlagen.
Protest-Komitee-Urteil. Kurios ist auch die Vorgangsweise des Bundesliga-Protestkomitees bei in der FCK-Klage gegen Austria Kärnten. Das Urteil wurde nun beiden Parteien zugesandt, mit leicht reduzierter Summe von nunmehr 1,103.688 Euro. Es handelt sich um einen schlichten Dreizeiler mit dem Hinweis, die ausführliche Begründung werde folgen. Für Austria-Präsident Mario Canori eine "dubiose" Vorgangsweise. Man werde aber nach etwaigem Eintreffen einer Begründung auf jeden Fall das Neutrale Schiedsgericht anrufen.











