Keine Einigung: Krankl kehrt LASK den Rücken
Der "Goleador" wird nächste Saison bei den Linzern nicht mehr auf der Bank sitzen. Die Trainer-Nachfolge ist noch offen. Geht Krankl nun zu Aufsteiger SC Magna?

Foto © APLange gab sich Krankl in Linz nicht die Ehre
Der oberösterreichische Fußball-Bundesligist LASK
Linz bekommt in der nächsten Saison einen neuen Trainer.
Vereinspräsident Peter-Michael Reichel konnte sich mit Hans Krankl
nicht über einen neuen Kontrakt einigen. "Wir konnten uns bezüglich
der Kader-Zusammenstellung nicht einigen. Er wollte eine Mannschaft,
die vorne mitspielen kann. Das ist mit unserem Budget aber nicht
möglich", betonte Reichel im Gespräch mit der APA - Austria Presse
Agentur. Der Nachfolger soll bereits in der nächsten Woche gefunden
werden.
Einvernehmlich.
Man habe sich in einem sehr guten Einvernehmen getrennt, betonte
der LASK-Präsident, dessen Club innerhalb nur eines Jahres mit Andrej
Panadic, Klaus Lindenberger und Krankl drei Trainer beschäftigte.
"Hans Krankl hat Großartiges für den Verein geleistet", fügte Reichel
hinzu. Krankl hatte seine Tätigkeit bei den Linzern erst am 23. März
2009 aufgenommen, nach dem Rückzug von Sportdirektor Klaus
Lindenberger. In acht Partien holte er mit den Linzern bei vier
Niederlagen und einem Remis zumindest drei Siege und schaffte damit
ziemlich problemlos den geforderten Klassenerhalt. Vor der letzten
Bundesliga-Runde am Sonntag gegen Mattersburg liegen die Linzer vor
Kapfenberg (36), Mattersburg (30) und Altach (27) auf Rang sieben.
"Mission erfüllt".
Der ehemalige ÖFB-Teamchef hätte gerne bei den Linzern
weitergearbeitet. "Meine Mission ist erfüllt, aber es tut mir leid,
dass ich die Arbeit nicht fortsetzen kann, denn der Verein hat sich
weiterentwickelt", sagte Krankl der Tageszeitung "Österreich"
(Samstag-Ausgabe). Der 56-Jährige zeigte aber Verständnis für die
Entscheidung des Tabellensiebenten. "Ich verstehe den Präsidenten,
dass er ans Geld denken muss."
"Alles ist offen".
Über das Erreichte beim LASK ist der Bundesliga-Rekord-Torschütze
(41 Saisontreffer) stolz, mit ein Grund warum er sich eine neuerliche
Trainertätigkeit vorstellen könnte. "Alles ist offen, aber ich habe
in den vergangenen Wochen wieder große Lust auf den Trainer-Job
bekommen", verriet Krankl. In den letzten Tagen ist der "Goleador" immer wieder mit Aufsteiger Wiener Neustadt in Verbindung gebracht worden.
Nachfolgesuche.
Bei den Linzern ist die Nachfolgesuche bereits voll angelaufen.
"Nächste Woche wird es eine Entscheidung geben", bestätigte Reichel.
An Spekulationen über eine mögliche Verpflichtung von Altach-Coach
Georg Zellhofer oder Vienna-Trainer Peter Stöger, die als potenzielle
Trainerkandidaten gehandelt werden, wollte sich der LASK-Präsident
nicht beteiligen. "Kein Kommentar, Namen würden nur Verwirrung
bringen", wies Reichel hin.
"Noch nicht erledigt".
Am Spielersektor für die neue Saison haben die Linzer Vladimir
Janocko noch nicht ganz abgeschrieben. "Die Sache ist noch nicht
erledigt", sagte Reichel. Der Slowake hatte ursprünglich bei den
Linzern einen Kontrakt unterzeichnet, dann aber bei Erstligist Admira
unterschrieben.
Features
Krankls LASK-Bilanz
8 Spiele: 3 Siege, 1 Remis, 4 Niederlagen




















