Champions-League-Finale: Die Reichen unter sich
Das Finale der Fußball-Champions-League am Mittwoch in Rom (20.45 Uhr) ist ein Spiel um Millionen. Und das Duell der beiden reichsten Klubs der Welt, die gewaltige Imperien sind.

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Hoffnungslose Fußballromantiker klammern sich auch heute noch an eine alte Weisheit des Trainergurus Otto Rehhagel. "Geld schießt keine Tore", hatte der einst fast trotzig behauptet. Einige Male konnte er auch sein eigenes, das Rehhagelsche Gesetz, bestätigen. Doch es sollten Eintagsfliegen bleiben. Mit Selbstvertrauen, Disziplin und einem Motivations-Schamanen auf der Bank kann man gelegentlich zwar Erfolge feiern - in der Regel schießt aber doch das Geld die Tore. Das sentimentale Wunschdenken - "Jeder kann es schaffen" - hat der internationale Fußball längst ad absurdum geführt. Die Champions League führt das alljährlich aufs Neue allen vor Augen.
Die Reichen unter sich.
Die elitäre Gesellschaft lässt kaum Neuzugänge zu. Und so trifft sich in der Finalphase meist der alteingesessene fußballerische "Geldadel". So auch im Endspiel am Mittwoch, wenn einander in Rom der FC Barcelona und Manchester United gegenüberstehen.
"Delloitte-Fußball-Geldliga".
Alljährlich ermittelt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft "Delloitte" die "Delloitte-Fußball-Geldliga". Und auch in der ändert sich selten etwas. Die Nummer eins dieser Liga, Real Madrid, schaut morgen nur zu, aber dafür duellieren sich mit ManU und "Barca" die Nummern zwei und drei um den wertvollsten Titel im Klubfußball. 324,8 Millionen Euro erwirtschaftete Champions-League-Titelverteidiger Manchester United in der Saison 2007/08. Barcelona kam auf 308,8 Millionen Euro. Es sind nicht nur die beiden besten Fußballmannschaften, die sich morgen in Rom auf dem Rasen des Olympiastadions gegenüberstehen, es sind auch zwei der größten Finanz-Imperien, die Europas Sport zu bieten hat - und dennoch zwei ganz unterschiedliche Welten.
Lukrative Verträge.
Das "Modell Barcelona" ist im internationalen Profisport einmalig. Der Klub gehört seinen 150.000 Mitgliedern und ist als gemeinnütziger Verein organisiert. Dass die Katalanen trotzdem solch stattliche Umsätze erwirtschaften, liegt an äußerst lukrativen TV-Verträgen und an der weltweiten Bekanntheit der Marke FC Barcelona, die sich auch in Asien und Amerika größter Beliebtheit erfreut.
Features
Zum Thema
CL-Finalisten
Manchester United
Gegründet am 5. März 1878
Die Stars: Cristiano Ronaldo, Wayne Rooney, Gary Neville
Trikotsponsor: AIG
Erfolge: 3 x Champions League bzw. Meistercup (1968, 1999, 2008)
FC Barcelona
Gegründet am 29. November 1899
Die Stars: Thierry Henry, Lionel Messi, Samuel Eto'o
Trikotsponsor: Unicef, allerdings überweist Barca dafür jährlich 1,5 Millionen Euro


















