Lazio Rom und Barcelona holen sich Cup-Pokal
Bereits zum fünften Mal sicherten sich die Römer die Trophäe. Der FC Barcelona schlug im spanischen Cup zum 25. Mal zu.

Foto © GEPAHerzschlagfinale in Rom - mit dem besseren Ende für Lazio
Nach einem Elfmeter-Krimi hat Lazio Rom den
italienischen Fußball-Cup gegen Sampdoria Genua mit 6:5 gewonnen und
sich damit zum fünften Mal in der Vereins-Geschichte die Trophäe
gesichert. Mit seiner entscheidenden Parade gegen den Argentinier
Hugo Campagnaro stieg Lazio-Goalie Fernando Muslera vor 70.000
Zuschauern im Römer Olympiastadion am Mittwoch zum Helden auf.
"Unvergesslicher Abend".
Nach Musleras Glanztat verwandelte Dabo den 14. Elfmeter des
Abends zum Triumph der Römer. "Das war ein unvergesslicher Abend",
lobte Italiens Staatschef Giorgio Napolitano beide Finalisten im
Stadion. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung war es 1:1
gestanden.
Freudentränen.
Während die Genueser enttäuscht zu Boden sanken, ließ Lazio-Coach
Delio Rossi seinen Freudentränen freien Lauf. "So ein hart erkämpfter
Erfolg ist eben doch noch schöner", meinte er. Rossi bejubelte den
Cup-Sieg als "Lohn für die Arbeit der vergangenen vier Jahre".
Sampdorias Coach Walter Mazzarri zeigte in der bitteren Niederlage
Größe und gratulierte seinen "hervorragenden Spielern" und Sieger
Lazio zugleich: "Es war ein würdiges Finale", meinte Mazzarri.
25. Pokaltitel für Barca. Auch die Barca-Fans dürfen jubeln: Der FC Barcelona hat am Mittwoch den
ersten von drei angestrebten Titeln eingefahren. Der Cup-Rekordsieger
setzte sich im Endspiel um den spanischen Fußball-Pokal im
Mestalla-Stadion von Valencia gegen Athletic Bilbao mit 4:1 durch und
sicherte sich damit zum 25. Mal die Trophäe. Bereits am kommenden
Wochenende können die Katalanen das Double perfekt machen, am 27. Mai
steigt in Rom das Champions-League-Endspiel gegen Manchester United.
"Belohnung".
Im Cup-Finale ging Bilbao zwar in der 9. Minute durch Toquero in
Führung, spätestens nach dem Ausgleich durch Toure in der 31. Minute
übernahm aber Barca das Kommando. Die Entscheidung fiel zu Beginn der
zweiten Hälfte, als Messi (55.), Krkic (58.) und Xavi (64.) für klare
Verhältnisse sorgten. "Dieser Titel ist eine Belohnung für die
Spieler und alle Menschen, die hart gearbeitet haben, damit wir so
weit gekommen sind. Jetzt müssen wir so schnell wie möglich Meister
werden, damit wir uns auf das Champions-League-Finale vorbereiten
können", erklärte Trainer Pep Guardiola.
Barca überlegen.
Die Basken mussten Barcelonas Überlegenheit zähneknirschend zu
Kenntnis nehmen. "Wir haben getan, was wir konnten, aber wir haben
gegen eine Mannschaft gespielt, die in die Geschichte eingehen wird",
sagte Bilbao-Stürmer Fernando Llorente.
Von Blechdose getroffen.
Vor dem Match hatten Basken und Katalanen die spanische Hymne
ausgepfiffen. Als König Juan Carlos die Ehrentribüne betrat, erscholl
ein gellendes Pfeifkonzert. Während des Spiels war es dann mit der
Eintracht vorbei. So wurde Barca-Verteidiger Dani Alves von einer
Blechdose getroffen, konnte aber weiterspielen.
Auseinandersetzungen.
In Barcelona lieferten sich am Rande nächtlicher Siegesfeiern etwa
300 Randalierer heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei. 45
Gewalttäter wurden festgenommen. Mehr als 100 Verletzte, darunter 34
Polizeibeamte, mussten von Sanitätern behandelt werden. Nach Angaben
der Rettungsdienste wurde jedoch niemand ernsthaft verletzt. Rund
40.000 Fans hatten in der katalanischen Metropole den Cup-Sieg der
Blau-Roten gefeiert.
Features
Cup-Finali
Italien:
Lazio Rom - Sampdoria Genua 6:5 nach
Elfmeterschießen (1:1,1:1,1:1)
Spanien:
FC Barcelona - Athletic Bilbao 4:1 (1:1)
Tore: Yaya Toure (31.), Messi (55.), Krkic
(58.), Xavi (64.) bzw. Toquero (9.)
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Auch Barca durfte jubelnFoto © APA















