Tottenham-Trainer will Alkohol-Verbot für Profis
"Es wird zu viel getrunken in unserem Land", sagt Harry Redknapp nach den Eskapaden von Abwehrchef King.

Foto © APTottenham-Trainer Redknapp kritisiert die "zu große Trink-Kultur" in England
Nach der nächtlichen Eskapade von Kapitän
Ledley King plant der Trainer des englischen Premier-League-Klubs
Tottenham Hotspur ein Alkoholverbot für seine Fußball-Profis. "Ich
werde nächste Saison strenge Regeln einführen, dass Trinken hier
nicht geduldet wird", kündigte Harry Redknapp in der Boulevardzeitung
"The Sun" (Dienstag-Ausgabe) an.
Alkohol-Tests.
"Spieler sollten ihr Leben ganz dem Fußball widmen. Fußballer
sollten keinen Alkohol trinken. Man schüttet keinen Diesel in einen
Ferrari", so Redknapp, der zur Kontrolle über Alkohol-Tests beim
Training nachdenkt. "Mir ist klar, dass das schwer ist. Aber sie
verdienen viel Geld und sind Vorbilder für Kinder", sagte der Coach.
Festgenommen.
King, 28-jähriger Abwehrchef der "Spurs", der bisher 19 Mal für
Englands Nationalmannschaft spielte, war in der Nacht zum Sonntag
festgenommen worden. Laut Medienberichten soll er um 2.30 Uhr vor
einem Nachtclub in dem Londoner Stadtviertel Soho Türsteher
angepöbelt und tätlich angegriffen haben. King, der unter Auflagen
wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, entschuldigte sich mittlerweile.
Ihm droht eine Vereinsstrafe von zwei Wochengehältern, was
umgerechnet knapp 150.000 Euro entspricht.
"Zu große Trink-Kultur".
"Es gibt immer noch eine zu große Trink-Kultur im englischen
Fußball", sagte Redknapp, "in Tottenham arbeiten wir viel mit
Kindern, viele aus unterprivilegierten Schichten. Da muss man mit
gutem Beispiel vorangehen. Es wird zu viel getrunken in unserem
Land."





















