Rapid sicherte Platz zwei ab und hielt Titelchance am Leben
Mit 2:0-Sieg beim LASK. Bundesliga steuert auf Zehnerliga-Torrekord zu. Der Abstiegskampf ist weiter offen.

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Österreichs Fußball-Meister Rapid hat am Samstag mit einem 2:0-Sieg beim LASK den zweiten Platz in der Bundesliga wohl endgültig abgesichert und den Druck auf Tabellenführer Red Bull Salzburg vor dessen Partie am Sonntag gegen Austria Kärnten nochmals erhöht. "Für uns war es sehr wichtig, dass Sturm und die Austria nur Unentschieden gespielt haben, es schaut sehr gut aus für einen internationalen Platz", sagte Rapid-Coach Peter Pacult.
Druck. An den Titel denkt der Wiener bekannterweise nicht, auch wenn der Rückstand bei einer Niederlage der Salzburger vor dem direkten Duell der beiden Topteams am kommenden Sonntag in Hütteldorf nur mehr vier Punkte betragen könnte. Mit dem Spiel seiner Elf war Pacult zufrieden. "Wir hätten die Partie noch klarer gestalten können, aber die Mannschaft hat bewiesen, wie sie mit dem Druck leben kann", erklärte der Meistercoach. Beim verdienten Sieg stand für die Wiener die Zahl Sieben im Vordergrund, blieben sie doch zum siebenten Mal in Folge im Duell mit dem LASK unbesiegt, feierten den siebenten Saisonauswärtssieg und den siebenten Erfolg im Frühjahr.
Steigerung. Die Wiener müssen im Saisonfinish allerdings nun auf Branko Boskovic verzichten, der montenegrinische Teamspieler zog sich einen Unterarmbruch zu und wird am Montag von Clubarzt Andreas Mondl operiert. Aufseiten der Linzer war ein Aufwärtstrend gegenüber der Vorwoche erkennbar. "Die Steigerung gegenüber der Partie in Graz beruhigt mich im Hinblick auf die nächsten Partien schon", wies Coach Hans Krankl hin.
Amtszeit. Der Blick auf Statistik ist für die Oberösterreicher, die mit neun Niederlagen so oft wie kein anderes Bundesliga-Team zu Hause verloren haben, aber mehr als ernüchternd. Ivica Vastic und Co. haben nur zwei der jüngsten 21 Spiele gewonnen (4 Remis/15 Niederlagen) und dabei insgesamt nur acht Tore erzielt. Diesen Negativtrend konnte auch der "Goaleador" in seiner kurzen Amtszeit (1 Sieg/1 Unentschieden/3 Niederlagen/3:9-Tore) noch nicht wirklich stoppen.
Zufrieden. Während die Linzer auf Rang acht zurückfielen, verteidigte Sturm Graz Rang drei mit einem 1:1 in Altach aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber der Austria. "Wir haben es weiter in der Hand die Saison auf Rang drei zu beenden", war Sturm-Coach Franco Foda nach der sechsten Partie in Folge ohne Niederlage zufrieden. Die Vorarlberger hatten trotz eines stark umstrittenen Ausschlusses von Dennis Mimm (50.) den Punkt über die Zeit gerettet. "Mit einem Mann weniger gegen Sturm Graz, da muss man am Ende mit dem Punkt zufrieden sein", sagte ein auf Schiedsrichter Thomas Prammer nicht gut zu sprechender Altach-Trainer Georg Zellhofer. Die Vorarlberger liegen auch nach der 32. Runde aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem SV Mattersburg (beide 24 Punkte/bereits am Freitag 0:0 gegen die Austria) am Tabellenende.
Klassenerhalt. Der LASK (31) und der nach fünf sieglosen Runden wieder erfolgreiche Kapfenberger SV (32/Martin Eisl: "Wir können beruhigt in die letzten Spiele gehen") haben den Klassenerhalt vier Runden vor Schluss dagegen schon mit mehr als einem Bein gesichert. Die Steirer erzielten beim 2:1-Erfolg über Ried (erste Niederlage nach sieben Runden) bereits den 20. und 21. Saisontreffer aus Standardsituationen, zum bereits vierten Mal waren sie nach einem Outeinwurf erfolgreich. "Meine weiten Outeinwürfe sind eine Waffe" ist sich Assistgeber Dominique Taboga bewusst.
Bestmarke. Die Bundesliga steuert übrigens auf einen neuen Zehnerliga-Torrekord zu. 1980/81 wurden 509 Tore erzielt, heuer waren es vor dem Sonntagsspiel Red Bull Salzburg gegen Austria Kärnten bereits 499 Treffer. Die Bestmarke aus der jüngeren Vergangenheit (2006/07 - 493) wurde schon in dieser Runde übertroffen.
Features
Ergebnis
LASK Linz - SK Rapid Wien Endstand 0:2 (0:1)
Stadion der Stadt Linz, 15.000, SR Gangl
Torfolge:
0:1 (11.) Hoffer
0:2 (50.) Boskovic
LASK: Cavlina - Wisio, Baur, Kablar, Chinchilla - Klein, Prager (88.Panis), Majabvi, Saurer (74. Mayrleb) - Vastic - Pichler (61.Mijatovic)
Rapid: Payer - Dober, Heikkinen, Eder, Kulovits (79. Harding) -Hofmann, Boskovic, Pehlivan, Kavlak (84. Ketelaer) - Maierhofer,Hoffer (70. Jelavic)
Gelbe Karten: Kablar, Klein bzw. Kavlak, Dober, Harding
Die Besten: Vastic, Cavlina bzw. Payer, Hoffer, Boskovic






















