Rapid wahrte kleine Titelchance mit 3:2
Die Hütteldorfer besiegten den Erzrivalen FK Austria im 289. Wiener Derby verdient mit 3:2.

Foto © GEPAStefan Maierhofer kämpfte um jeden Ball
Der SK Rapid hat seine kleine Chance auf eine erfolgreiche Titelverteidigung in der österreichischen Fußball-Bundesliga am Sonntag gewahrt. Die Hütteldorfer besiegten den Erzrivalen FK Austria im 289. Wiener Derby verdient mit 3:2 (1:1) und verkürzten den Rückstand auf Tabellenführer Salzburg damit fünf Runden vor Schluss auf sieben Punkte. Ein direktes Duell zwischen den beiden einzig verbliebenen Titelkonkurrenten ist noch ausständig - am 10. Mai ebenfalls in Wien.
Ausschreitungen. Das Prestigeduell hielt, was es versprochen hatte. In einer temporeichen, abwechslungsreichen Partie war Rapid-Kapitän Steffen Hofmann mit einem Elfmeter-Tor (53.) sowie den Assists zu den beiden weiteren Treffern von Erwin Hoffer (36.) und Jürgen Patocka (62.) der überragende Mann. Für die Austria traf Nationalstürmer Rubin Okotie vor 17.500 Zuschauern im Doppelpack (33., 69.). Ausschreitungen waren im ersten Derby im Hanappi-Stadion seit der Böller-Attacke gegen den damaligen Rapid-Keeper Georg Koch Ende August ebenfalls ausgeblieben.
Kollision. Das Spiel hatte zwar mit 25 Minuten des Abtastens begonnen, danach überschlugen sich aber die Ereignisse. Der starke Austria-Schlussmann Szabolcs Safar stand mehrmals im Mittelpunkt. Erst parierte der Ungar gegen Branko Boskovic, danach kollidierte er mit Rapid-Sturmtank Stefan Maierhofer. Den Nachschuss von Boskovic klärte Franz Schiemer für seinen am Boden liegenden Torhüter per Kopf (25.).
Youngster. Schon zuvor hatte Maierhofer mit einem Hand-Tor für Aufsehen gesorgt, erhielt dafür völlig zurecht die Gelbe Karte. Der 2,02-Meter-Mann hätte die Maßflanke von Hofmann auch mit dem Kopf erreichen müssen (13.). Den etwas besseren Start hatte die Austria erwischt, zwei Schussversuche von Youngster Aleksandar Dragovic, der den gesperrten Jacek Bak in der Innenverteidigung vertrat, wurden allerdings abgeblockt (8.).
Erkrankung. Die größte Chance für die Austria vergab Emin Sulimani, der völlig freistehend Rapid-Goalie Helge Payer anschoss (24.), dessen erstes Derby nach seiner langwierigen Erkrankung sein 200. Ligaspiel darstellte. Die Führung fiel wie aus heiterem Himmel. Die Innenverteidiger Patocka und Hannes Eder wirkten bei einem langen Ball von Thomas Krammer indisponiert, Payer klebte an der Linie und Okotie schoss aus fünf Metern ein.
Distanzschuss. Doch Rapid hatte nur drei Minuten später eine Antwort parat - in Form von Hoffer. Der Teamstürmer lenkte einen Hofmann-Schuss in sehenswerter Manier mit der Ferse ins Tor. Davor hatte Safar einmal mehr bravourös gegen Boskovic gerettet, der wenig später aus kurzer Distanz nach Vorarbeit von Hoffer das Tor nicht traf (38.). Hoffer hatte Safar schon unmittelbar vor seinem 20. Saisontreffer mit einem Drehschuss geprüft (34.).
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Ergebnis
SK Rapid Wien - FK Austria Wien Endstand 3:2 (1:1)
Gerhard Hanappi Stadion, 17.500 Zuschauer (ausverkauft), SR Schörgenhofer
Torfolge:
0:1 (33.) Okotie
1:1 (36.) Hoffer
2:1 (53.) Hofmann (Elfmeter)
3:1 (62.) Patocka
3:2 (69.) Okotie
Rapid: Payer - Dober, Eder, Patocka, Kulovits (69. Kavlak) -
Hofmann, Heikkinen, Pehlivan, Boskovic (84. Harding) - Maierhofer,
Hoffer (78. Jelavic)
Austria: Safar - Standfest, Dragovic, Schiemer, Suttner - Krammer
(64. Diabang), Bazina (87. B. Sulimani), Blanchard (81.
Hattenberger), Acimovic, E. Sulimani - Okotie
Gelbe Karten: Maierhofer, Hoffer, Boskovic, Patocka bzw. Okotie,
Dragovic, Schiemer, E. Sulimani
Die Besten: Hofmann, Hoffer, Boskovic, Kavlak bzw. Safar, Okotie,
Acimovic
Ewige Derby-Bilanz:
Gesamt: 289 Spiele: 120 Rapid-Siege, 64 Remis, 105 Austria-Siege -
558:474 Tore
Nur Liga: 257 Spiele: 109 Rapid-Siege, 61 Remis, 87 Austria-Siege -
492:398 Tore
Samstag-Ergebnisse:<
Mattersburg - KSV 3:1 (1:0)
A. Kärnten - Altach 0:3 (0:2)
Sturm Graz - Linz 2:0 (2:0)






















