Hader und Zwist: Bei den Bayern geht's rund
uli Hoeneß und Jürgen Klinsmann reden die Liga-Krise schön und Franz Beckenbauer haut dazwischen.

Foto © APUli Hoeneß und Jürgen Klinsmann
Manager Uli Hoeneß und Trainer Jürgen Klinsmann wollten die Bundesliga-Krise von Bayern München schönreden, doch Franz Beckenbauer haute in seiner unnachahmlichen Art dazwischen. "Wenn man Meister werden will, muss man langsam eine Serie starten", forderte der Aufsichtsratschef nach dem 0:0 auswärts gegen Werder Bremen. "Man muss jetzt mal selbst die Punkte sammeln und nicht immer herschenken."
Bilanz. Ganz anderer Meinung war Hoeneß: "Mit dem Unentschieden ist nichts passiert, das ist ja eher ein Gewinn für uns." Die Liga-Bilanz fällt bislang mager aus: 5 Spiele, 4 Punkte) mit Verweis auf die Niederlage des Hamburger SV daheim gegen Wolfsburg (1:3). Und Klinsmann meinte: "Wir sind nicht unzufrieden. Hier mit einem 0:0 wegzugehen ist kein schlechtes Ergebnis."
Höchste Eisenbahn. Beckenbauer vertrat eine ganze andere Sicht: "Was mir so aufstößt, ist, dass man immer noch nicht bei uns der Meinung ist, es wird höchste Zeit, höchste Eisenbahn." Beckenbauer ist nicht entgangen, dass die Bayern trotz der famosen Erfolge im DFB- Pokal in Stuttgart (5:1) und in der Champions League bei Sporting Lissabon (5:0) ein großes Problem im Liga-Alltag haben. Statt wie angekündigt die Spitze zu stürmen, sind die Münchner jetzt sogar noch hinter den VfL Wolfsburg auf Rang fünf zurückgefallen.
Der Witz des Jahres. Hoeneß feuerte hingegen noch einen Spruch in Richtung der kritischen Medienlandschaft ab: "Wir gewinnen 5:0 in Lissabon und haben 80 Prozent negative Presse - das ist doch der Witz des Jahres."
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Not amused: Kaiser BeckenbauerFoto © GEPA


















