Zuletzt aktualisiert: 19.02.2009 um 05:00 Uhr
"Für den Titel wird es nicht reichen"
Experte Markus Schopp glaubt nicht an den Meistertitel für Sturm. Er erwartet Spannung und Emotionen und sieht Salzburg als heißesten Favoriten. Kapfenberg bleibt oben.

Foto © GEPAMarkus Schopp analysiert die österreichische Bundesliga
Favorit Nummer 1. Für mich hat das Team schon im Laufe des Herbstes auch auswärts begonnen zu überzeugen. Gepaart mit der schon über Jahre bestehenden Heimstärke ist die Mannschaft für mich Titelfavorit Nummer eins. Erfreulich ist auch, dass sich mit Janko und Leitgeb österreichische Spieler in entscheidenden Positionen durchgesetzt haben.
Auftakt entscheidet. Helge Payer dürfte wieder ins Team zurückkehren. Ansonsten lässt Peter Pacult seine Mannschaft um Steffen Hofmann und unverändert. Sollten sie das erste Spiel gegen die Salzburger gewinnen, traue ich Rapid auch die Titelverteidigung zu. Besonders Augenmerk richte ich auf die beiden aufstrebenden Jungen Drazan und Pehlivan.
Cup-Sieg im Visier. Trotz der Abgänge von Stankovic und Schicklgruber braucht sich der Sturm-Anhang keine Sorgen zu machen. Die Jungen wie Beichler, Jantscher und Co. werden im Frühjahr öfters ihre Chance erhalten und schönen Fußball zeigen. Für den Meistertitel wird es nicht reichen, die Chancen auf den Cup-Sieg sind aber groß wie lange nicht.
Trainer muss handeln.
Neben Kärnten überraschte mich auch Ried positiv. Mit dem kleinsten Kader gelang es, speziell zu Hause jeden Gegner zu ärgern und oft auch zu schlagen. Mit dem Abgang von Ulmer ist Paul Gludovatz abermals zum Handeln gezwungen. Aufgrund der Spieler glaube ich nicht, dass er vom 3-3-3-1 abgehen wird. Mein Tipp: Platz sieben.
KSV bleibt oben. Die Falken sind am Ende des Herbstes in der Bundesliga angekommen. Dazu wurde mit Pavlov ein Spieler verpflichtet, der perfekt in das Gefüge des Teams passt. Ein Trumpf im Abstiegskampf könnte Patrik Siegl sein, der die erhoffte Zentrale im Mittelfeld werden könnte. Kapfenberg wird den Klassenerhalt schaffen.
Eine Problemzone. Da Karl Daxbacher an der Viererkette festhalten möchte und mit Okotie, Bazina und Acimovic geballte Offensivkraft zur Verfügung steht, würde sich ein 4-3-3 anbieten. Die Frage aber wird sein, ob der Coach neben Blanchard im Mittelfeld die richtigen Leute hat, um dieses System zu spielen. Für mich landet die Austria auf Platz vier.
Mehr Varianten.
Kärnten war im Herbst schon eine positive Überraschung und wird es trotz des Abgangs von Adi auch weiterhin sein. Durch die Verpflichtung von Jagne und Sand besitzt man offensiv noch mehr Varianten. Außerdem hoffe ich, dass sich Junuzovic und Weber im Frühjahr noch stärker präsentieren werden. Mein Tipp: Platz fünf.
Freigeist entlastet. Auf die Hauptproblematik im zentralen defensiven Mittelfeld wurde reagiert. Mit der Verpflichtung von Velicky hat man den Spieler gefunden, der Mörz die Freiheiten in der Offensive geben soll, die er braucht. Sollte er der Spieler mit der richtigen Qualität sein, wird es Mattersburg gelingen, den Klassenerhalt zu schaffen.
Vergeblicher Einsatz. Neuer Sportdirektor, neuer Trainer und acht neue Spieler. Altach probiert alles, um in der Liga zu bleiben. Reagiert wurde vor allem in der Abwehr, was bei 66 Gegentreffern nicht verwunderlich ist. Trotzdem glaube ich nicht, dass es Zellhofer gelingen wird, das Team in den 14 Runden so zu formen, dass es in der Bundesliga bleiben wird.