Bate Borisow: In zwölf Jahren vom Nichts zum Champion
Der weißrussische Meister Bate Borisow will am Dienstag (20.45 Uhr) auch Real Madrid schlagen.

Foto © ReutersIvan Pecha von Bate Borisow
Als die Champions League in der Saison 1992/93 zum ersten Mal ausgetragen wurde, gab es Bate Borisow noch gar nicht. Im Jahr 1996 ließ sich der Millionär und Autohändler Anatoli Kapski dazu überreden, beim Klub aus der 200.000 Einwohner zählenden Industriestadt einzusteigen. "Das etwas Ernsthaftes daraus wird, war gar nicht geplant."
Fünf Meistertitel.
In den zwölf Jahren seines Bestehens hat sich Bate von der dritten weißrussischen Liga nach oben gearbeitet, ist inzwischen fünf Mal Meister (zuletzt drei Mal in Serie) geworden und hat sich im Sommer als erster weißrussischer Verein für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert. Bekanntester Sohn des Vereins ist Alexander Hleb, der sich bei Stuttgart einen Namen gemacht hat und heuer nach drei Jahren Arsenal zum FC Barcelona gewechselt ist.
Unvorhersehbarkeit.
Geld ist nicht alles, lautet das Credo von Kapski, der seine romantische Vorstellung vom Außenseiter, der den Großen ein Bein stellt so erklärt: "Wenn der Erfolg nur mit einem Riesen-Budget möglich wäre, hätten die Zuschauer das Interesse am Fußball schon lange verloren." Kapski fasziniert die Unvorhersehbarkeit der Resultate. Darauf hofft er auch am Dienstag, wenn Borisow Real Madrid zu Gast hat. Sein Kapitän geht da selbstbewusster zu Werke. "Wir müssen daran glauben, dass wir in der Lage sind Real zu schlagen", sagt Alexander Ermakowitsch.
Zwei Spiele vor Schluss haben die Weißrussen durch zwei sensationelle Remis gegen Juventus und in St. Petersburg immer noch die Chancen, aufzusteigen. Bei einem Sieg gegen Real und dem Erreichen des Achtelfinales würde den Spielern vielleicht auch ein neues Stadion winken. Denn international wird in Minsk gespielt, weil die "Arena" in Borisow nur 5000 Plätze hat.
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Sshusters Star-Elf tritt gegen die Weißrussen anFoto © AP




















