Finanzielle Not machte Schinkels erfinderisch
Mit einer "Billig-Mannschaft" hält sich der SK Austria Kärnten im Mittelfeld. So kostete Atdhe Nuhiu gerade einmal 10.000 Euro. . .

Foto © GEPAFrenkie Schinkels machte aus wenig viel
Abgerechnet wird in der Bundesliga nach 36 Runden. Im Frühjahr gelang der Austria mit 33 Zähler mit Ach und Krach der Klassenerhalt. Und heuer? Fehlen den Kärntnern lediglich vier Punkte zur Ausbeute aus der letzten Saison. Mit derzeit 29 Zählern und Platz fünf haben sie sich im soliden Mittelfeld eingenistet, weit weg von der Abstiegszone. Zu Kapfenberg, dem Tabellenachten, beträgt der Abstand beruhigende 14 Punkte.
Finanzielle Not machte erfinderisch.
Ein kleines Fußballwunder angesichts der Tatsache, dass sich die Klagenfurter im Sommer keine teuren Einkäufe leisten konnten, Finanzielle Not macht offenbar kreativ und so avancierte Frenkie Schinkels nicht ganz unfreiwillig zum Schnäppchenjäger. Der Trainer und Sportdirektor versuchte mit dem Vereinsgeld so sparsam umzugehen, als wäre es sein eigenes: "Für sieben Spieler habe ich genau 107.000 Euro ausgegeben", betonte der gebürtige Holländer.
Schnäppchen Nuhiu.
Ein wahres Schnäppchen mit einer Transfersumme von 10.000 Euro war Atdhe Nuhiu, der Schinkels während seiner Tätigkeit bei Vöcklabruck ins Auge stach. Der 1,97 m große Welser Goalgetter legte mit seinem Kopfball-Tor vor einem Großteil seiner Familie ausgerechnet in seiner Heimat den Grundstein zum Sieg beim Lask. Nuhiu, erst im Sommer 19 geworden, hält der Austria-Trainer für ein großes Versprechen. Immerhin sei der Stürmer vom Typ eines Janko oder Mayerhofers sechs bzw. sieben Jahr jünger als die beiden Angreifer von Salzburg bzw. Rapid. Aus Oberösterreich kam auch ein anderer Billig-Stürmer: Adi, beim Lask ausgemustert, blühte unter Schinkels am Wörthersee geradezu auf. Mit dem 2:0 bei seinem Ex-Klub machte der Brasilianer alle "Neune" voll.
Reinmayr beobachtete Sturm.
Nach dem dritten Auswärtssieg freuen sich die Klagenfurter schon auf Freitag, wenn Sturm Graz in die Hypo-Group-Arena kommt. Hannes Reinmayr hatte die Steirer beim gestrigen, in letzter Minute eingehandelten 2:2 gegen Rapid genau beobachtet.




















